Fürstentum Liechtenstein

pafl: Verlagerung der staatlichen Briefmarkenstellen

      (ots) - Vaduz, 31. August (pafl) – Die Regierung hat einen
Bericht und Antrag zur Abänderung des Postgesetzes sowie die
Abänderung des Gesetzes über die Errichtung und die Organisation der
Liechtensteinischen Post zuhanden des Landtags verabschiedet. Die
Gesetzesvorlage sieht vor, dass Herstellung und Vertrieb der
Postwertzeichen in Zukunft Aufgabe der Post AG sein werden.
Formeller Herausgeber der Postwertzeichen bleibt allerdings, wie
bisher, die Regierung.

    Um die Philatelie trotz sinkender Verkaufserlöse und abnehmender Abonnentenzahlen langfristig als Kultur- und Imageträgerin erhalten zu können, soll deren Organisationsstruktur den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Ziel ist es, die staatlichen Briefmarkenstellen - das heisst das Amt für Briefmarkengestaltung und die Postwertzeichenstelle - unter dem Dach der Post AG zusammenzuführen. Durch diese Zusammenführung entstehen zusätzliche Spar-, Effizienz- und Synergiepotentiale.

    Die Zusammenführung der Philatelie unter dem Dach der Post AG wird zu keinem Stellenabbau führen, da die Post AG die bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Amtsstellen zu den bestehenden Gehältern übernehmen wird. Von der Auslagerung ausgenommen ist das Personal des Postmuseums. Das Briefmarkenarchiv und Postmuseum verbleiben beim Staat.

    Die geplante Reorganisation der staatlichen Philatelie setzt eine Abänderung des Postgesetzes und des Postorganisationsgesetzes voraus. Mit Inkrafttreten dieser Gesetzesänderungen und der Überführung der Philatelie zur Post AG sollen das Amt für Briefmarkenwesen und die Postwertzeichenstelle aufgehoben werden. Die Einzelheiten der Überführung sollen in einem Übernahmevertrag zwischen dem Land Liechtenstein und der Post AG geregelt werden.

    Der künftige Einfluss der Regierung wird sich in Zukunft weitgehend darauf beschränken, das von der Post AG erstellte Jahresausgabeprogramm mit den einzelnen Themen der Postwertzeichen zu genehmigen. Um sicherzustellen, dass die Postwertzeichen auch zukünftig ihrer Funktion als Kulturgut gerecht werden, soll ein Briefmarkenkodex geschaffen werden.

Kontakt: Ressort Finanzen Martin Frick Tel.:  +423/236 60 09



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