Fürstentum Liechtenstein

pafl: Internationaler Tag der Jugend am 12. August

      (ots) - Vaduz, 11. August (pafl) - Am 12. August 1998 ging die
erste Weltjugendministerkonferenz in Lissabon zu Ende, an welcher
auch Liechtenstein vertreten war. Jugendministerinnen und -minister
aus aller Welt hatten sich zu einer Konferenz eingefunden und
diskutierten, wie das von der UN-Generalversammlung beschlossene
"Weltaktionsprogramm für die Jugend" umgesetzt werden sollte. In
einer gemeinsamen Erklärung versprachen die Regierungsvertreter und
-vertreterinnen, sich auf nationaler Ebene für die Umsetzung der
jugendpolitischen Ziele einzusetzen. Um an dieses Vorhaben zu
erinnern, wurde der 12. August als Gedenktag festgelegt und findet
seit dem Jahr 2000 statt.

    Das Aktionsprogramm setzt sich dafür ein, dass sich die Situation der Jugend in aller Welt verbessern soll. Unter "Jugend" wird dabei vor allem die Altersgruppe von 15-24 Jahren verstanden.

    Als die dringlichsten acht Entwicklungsziele bis zum Jahr 2015 werden folgende gesehen:

    - Armut und Hunger zu bekämpfen. Ziel ist es, die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die unter Hunger leiden und unter dem Existenzminimum leben müssen, drastisch zu verringern.

    - Sich für die Grundausbildung aller Kinder und Jugendlichen einzusetzen. Schätzungsweise 133 Mio. Kinder im Schulalter können nicht lesen und schreiben, weitere 115 Mio. Kinder gehen nicht die Schule.

    - Die Chancengleichheit zwischen Mädchen und Jungen zu verbessern. Im Ausbildungsbereich soll diese bis 2005, in allen anderen Lebensbereichen bis 2015 hergestellt werden.

    - Die Kindersterblichkeit zu verringern. 30'000 Kinder sterben täglich an Krankheiten, jährlich sind das ca. 10 Mio. Kinder. Angestrebt wird eine Verringerung der Sterblichkeit von Kindern unter 5 Jahren um mindestens zwei Drittel.

    - Die Gesundheitsversorgung der werdenden Mütter zu verbessern. Jährlich sterben 500'000 Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt.

    - Die Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen Krankheiten. 7'000 junge Menschen stecken sich täglich mit HIV/Aids an, die Mehrheit der Neuinfizierten sind zwischen 15 und 24 Jahre alt.

    - Die Umwelt zu schützen und erneuerbare Ressourcen zu sichern. Ziel ist es u. a. den Zugang zu unverseuchtem Trinkwasser und vor allem die Lebensbedingungen von Slumbewohnern zu verbessern.

    - Globale Partnerschaft zur Entwicklungshilfe. Die Hälfte der Arbeitslosen sind junge Menschen unter 24 Jahren. Die reichen Länder müssen die Entwicklungsländer durch Schuldenerlass, bessere Handelsbeziehungen und strategische Hilfe dabei unterstützen, seriöse Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen.

    Im September dieses Jahres werden sich die Regierungschefs und Staatsoberhäupter zum Weltgipfeltreffen 2005 wieder zusammenfinden, um sich diesen dringlichen Themen zu widmen.

Kontakt:
Amt für Soziale Dienste
Kinder- und Jugenddienst
Nancy Barouk-Hasler
Tel.: +423/236 72 55




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