Fürstentum Liechtenstein

pafl: Fabian Marcaccio: From Altered Paintings to Paintants - vom 1. Oktober 2004 bis 30. Januar 2005 im Kunstmuseum Liechtenstein

      (ots) - Vaduz, 30. September (pafl) - Fabian Marcaccio, 1963 in
Rosario de Santa Fe, Argentinien geboren, hat im Laufe der 90er
Jahre der Malerei ganz eigene, unverwechselbare Impulse gegeben. Auf
der documenta 11 überzeugte der in New York lebende Künstler mit
einer frei stehenden Bildmauer, auf welcher die Malerei einen
Übergang zwischen realer Architektur und virtueller Welt darstellte.
Malerei versteht Fabian Marcaccio als eine Art Laboratorium des
umherschweifenden Geistes und als ungemein ereignisreiches, privates
Seminar, in dem er Student und Professor zugleich ist. Ein Archiv
von kleinen Zeichnungen dient Marcaccio als Basisvokabular für seine
in Richtung Architektur und neue Medien entgrenzten Bilder, die
schnell wie Reklame und üppig wie barocke Malereien erscheinen.

    In einem von traditioneller Malerei und digitaler Bildbearbeitung gleichermassen beeinflussten Prozess entwickelt Fabian Marcaccio seine sogenannten Paintants (Painting & Mutant). Diese Strategie bildet auch die Grundlage für seine aktuelle ortsspezifische Installation "Re-Sketching Democracy" mit monumentalen Ausmassen von 3,5 x 28 Meter, welche der Künstler in den letzten Wochen vor der Eröffnung speziell für das Kunstmuseum Liechtenstein entwickelt hat. Motive aus der Malereigeschichte und weltpolitische Ereignisse gehen rätselhafte Verbindungen ein und wuchern dabei zu schrecklich- schönen Szenarien, die verwandelt ein völlig neuartiges, abstraktes Gemälde bilden. Die raumgreifenden Bilder sprechen von der stetigen Fluktuation von Bildern, Menschen und Werten am Übergang zum 21. Jahrhundert, sie sprechen von der Globalisierung und dem Markt, den ideologischen Weltbildern und ihrem Zusammenbruch, sie befragen die Instabilität und Auflösungstendenzen unserer Zeit ebenso wie den Raum des Menschen darin.

    Die Ausstellung im Kunstmuseum Liechtenstein umfasst eine konzentrierte Auswahl wichtiger Gemälde von 1992 bis heute, den noch niemals in der Öffentlichkeit gezeigten Zeichnungskomplex der "661 Conjectures for a New Paint Management 1989-2004", Digital-Bilder auf Plasmabildschirmen sowie das von Fabian Marcaccio eigens für Vaduz gestaltete monumentale Environmental Paintant "Re-Sketching Democracy".

    Im Anschluss an die Präsentation im Kunstmuseum Liechtenstein wird die Ausstellung im Frühjahr im Museum DA2 in Salamanca (Spanien) zu sehen sein. Zur Ausstellung erscheint in Zusammenarbeit mit dem Museum DA2 ein zweibändiger Katalog und eine 15-teilige Künstleredition.

Eröffnung der Ausstellung

Freitag, 1. Oktober 2004, 18.00 bis 20.00 Uhr (freier Eintritt)

Um 18.30 Uhr sprechen: Friedemann Malsch, Direktor Kunstmuseum Liechtenstein Christiane Meyer-Stoll, Konservatorin Kunstmuseum Liechtenstein

    Der Künstler Fabian Marcaccio ist an der Eröffnung in Vaduz anwesend.



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