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Fürstentum Liechtenstein

pafl: Regierungschef hält Rede über "Jugend und Politik"

Vaduz, 3. September (pafl) -

(ots)

Regierungschef Hasler eröffnet wissenschaftlichen Kongress in Fribourg

Regierungschef Otmar Hasler hielt am
Donnerstag, 2. September, an einem wissenschaftlichen Kongress zum 
Thema "Jugend und Politik" an der Universität Fribourg die 
Eröffnungsrede. In seiner Rede mit dem Titel "Jugend und Politik – 
Die Frage nach der Begeisterungsfähigkeit" ging der Regierungschef 
der Frage nach, weshalb sich Jugendliche immer weniger für Politik 
interessieren und wie dieser Entwicklung begegnet werden kann.
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre haben 
aufgezeigt, dass das Interesse der Jugendlichen für Politik sinkt. 
In vielen westeuropäischen Ländern ist die Stimmbeteiligung unter 
Jungwählern auf einem Tiefstand und Jugendliche zeigen allgemein nur 
noch geringe Bereitschaft, an politischen Vorgängen zu 
partizipieren.
Politik in der Verantwortung
In seiner Rede hat Regierungschef Hasler aufgezeigt, dass diese 
wachsende Distanz zwischen Jugend und Politik nicht in einer 
generellen Interesselosigkeit der Jugendlichen begründet liegt. So 
zeige sich im persönlichen Umgang mit Jugendlichen immer wieder, 
dass diese besonders begeisterungsfähig seien, erklärte 
Regierungschef Hasler. Dieses Interesse könne aber nur dann auch für 
Politik geweckt werden, wenn die Jugendlichen zur Überzeugung 
gelangen, dass durch politisches Engagement die eigenen Werte und 
Ziele umgesetzt werden können.
Einbindung in konkrete Projekte
Um dies zu erreichen, sei es notwendig, Jugendliche vermehrt in 
konkrete Projekte einzubinden. Dabei sei es zentral, dass diese 
Projekte sich mit Themen befassen, die dem tatsächlichen Erfahrungs- 
und Problemhorizont der Jugendlichen entsprechen. Überdies sei zu 
beachten, dass die Projekte einen klar überschaubaren und begrenzten 
zeitlichen Rahmen haben und dass die Jugendlichen den Ausgang der 
Projekte eigenverantwortlich bestimmen können.
Auf diese Weise erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, selbst 
zu erleben, dass das eigene Engagement den Unterschied ausmachen 
kann – und sei es auch nur in einem beschränkten Bereich im Umfeld 
von Schule, Quartier oder Gemeinde.
Inhalte im Vordergrund
Der Zugang der Politik zur Jugend müsse daher auf der Ebene der 
Inhalte, Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten beginnen. Erst 
wenn die Jugendlichen erleben konnten, dass Politik einen konkreten 
Nutzen haben kann und Chancen zur Einflussnahme bietet, seien die 
Grundlagen für einen allgemeinen Zugang geschaffen.
Entsprechend sei die institutionalisierte Politik, etwa in Form von 
Parteien, dazu aufgefordert, im Kontakt mit Jugendlichen 
kurzfristige Eigeninteressen aufzugeben. Stattdessen müsse die 
institutionalisierte Politik das gemeinsame Ziel verfolgen, die 
Entwicklung eines politischen Interesses bei den Jugendlichen zu 
fördern.
Neues Bild der Politik nötig
Das Bild, das die Politik den Jugendlichen vielfach vermittle, sei 
dieser Zielsetzung wenig dienlich. In den Medien präsentiere sich 
die Politik zusehends als inszeniertes Ritual, in welchem die 
inhaltliche Ebene der Politik von Show, Rechthaberei und 
Profilierung verdrängt werde. Es sei daher wenig erstaunlich, dass 
die Jugendlichen kaum noch Interesse an der Politik haben. Wenn die 
Politik daher tatsächlich an einer Versöhnung der "Welten" Jugend 
und Politik interessiert sei, müsse sie den Jugendlichen ein 
anderes, glaubwürdigeres Bild ihrer selbst vermitteln. Ein Bild, das 
geprägt sei von einer ernsthaften und ehrlichen Auseinandersetzung 
mit politischen Inhalten.

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