Fürstentum Liechtenstein

pafl: Auch auf Lehrbeginn Sommer 2004 erfreuliche Lehrstellensituation

      (ots) - Vaduz, 3. September (pafl) - Mitte August haben insgesamt
352 Lehrlinge ihre Berufsausbildung in liechtensteinischen
Lehrbetrieben begonnen. Von diesen Jugendlichen wohnen 254, also 74
Prozent, in Liechtenstein.

    Nach wie vor mit grossem Abstand am beliebtesten ist eine Lehre im Beruf Kauffrau/Kaufmann; diese Ausbildung wurde von 94 Jugendlichen gewählt. An zweiter Stelle der Hitliste der 10 beliebtesten Berufe stehen Detailhandelsangestellte/Verkäuferin (22), an dritter der Polymechaniker (19 Lehrverhältnisse), gefolgt von Konstrukteur (12), Informatiker (11), Automonteur (9), Fachangestellte Gesundheit (9), Maler (9), Automechaniker (7) sowie Hochbauzeichner (7).

    Bei den Kaufleuten sind 66 Prozent der Lernenden Frauen. Noch höher ist der Anteil im Beruf Fachangestellte Gesundheit; hier wurden 8 von 9 Lehrverträgen (88 Prozent) mit Frauen abgeschlossen. Die Ausbildung in den Berufen Detailhandelsangestellte/Verkäuferin haben mit einer Ausnahme nur Frauen in Angriff genommen.

    In den technischen Berufen hingegen sind Frauen nach wie vor deutlich in der Unterzahl. Eine Ausnahme bildet wie seit Jahren nur der Beruf Hochbauzeichner (5 von 7 Lehrverhältnissen).

    Bei einer ganzen Reihe von Berufen kommen ein grosser Teil der Jugendlichen aus dem St. Galler Rheintal. So wohnen im Beruf Kauffrau/Kaufmann 22 der 94 Lehrlinge, also 23 Prozent im Kanton St. Gallen; im Beruf Polymechaniker sind es 47 Prozent, im Beruf Konstrukteur 58 Prozent und im Beruf Fachangestellte Gesundheit 66 Prozent. Daraus ist ersichtlich, dass die in Liechtenstein angebotenen Lehrstellen mit Jugendlichen aus unserem Land – wie seit Jahren schon – nicht vollständig besetzt werden könnten. Die Berufsmittelschule wird von 33 Lehrlingen (9 Prozent) im 1. Lehrjahr besucht, davon 14 in der technischen, 33 in der kaufmännischen Richtung sowie 1 in Richtung Soziales/Gesundheit. Es fällt auf, dass in der technischen Richtung 10 der Jugendlichen, also 71 Prozent, Wohnsitz in der Schweiz und nur 4 diesen in Liechtenstein haben. Von den Berufsmittelschülern der kaufmännischen Richtung wohnen hingegen 26 (79 Prozent) in Liechtenstein und 7 in der Schweiz.

    Erfreulich ist, dass alle Schulabgänger, welche eine Lehre beginnen wollten, eine Lehrstelle gefunden haben.

    Mit Stichtag 23. August waren dem Amt für Berufsbildung noch 56 freie Lehrstellen in 35 vorwiegend gewerblich-technischen Berufen gemeldet. Spitzenreiter bei den nicht besetzten Lehrstellen war wie seit Jahren der Beruf des Maurers. Nur 4 der 13 angebotenen Lehrstellen konnten besetzt werden.

    Diese Zahlen belegen, dass in Liechtenstein eine im Vergleich mit vielen Regionen der Schweiz geradezu komfortable Lehrstellensituation herrscht.

    In diesen Tagen läuft bereits die 1. Lehrstellenumfrage des Amtes für Berufsbildung für Sommer 2005. Es ist zu hoffen, dass auch nächstes Jahr wieder ein genügend grosses und vielfältiges Angebot an Lehrstellen zur Verfügung steht.

    Allen Lehrbetrieben und deren Ausbildungsverantwortlichen sei an dieser Stelle für ihre Ausbildungsbereitschaft bestens gedankt.

Kontakt:
Amt für Berufsbildung
Tel.:  +423/236 72 22