F├╝rstentum Liechtenstein

pafl: Anpassungen im Urheberrechtsgesetz

      (ots) - Vaduz, 15. Juli (pafl) ┬ľ Um den bildenden K├╝nstler an der
typischerweise stark zeitverz├Âgerten Wertsteigerung seiner Werke
partizipieren zu lassen, hat die EU eine Richtlinie ├╝ber das
Folgerecht des Urhebers des Originals eines Kunstwerks erlassen.
Zweck der Richtlinie ist es, einen einheitlichen Rechtsrahmen f├╝r
das Folgerecht zu schaffen, um ein reibungsloses Funktionieren des
Binnenmarktes f├╝r Werke der bildenden Kunst in der Europ├Ąischen
Union zu garantieren. Bis heute ist das Folgerecht in Liechtenstein
nicht gesetzlich geregelt. Um dies nachzuholen, hat die Regierung
den Entwurf zu einem Urheberrechtsgesetz in die Vernehmlassung bis
15. Oktober 2004 gegeben. Der Bericht kann bei der Regierungskanzlei
oder ├╝ber deren Homepage im Internet unter www.rk.llv.li unter
"Vernehmlassungen" bezogen werden.

    Das Folgerecht soll den K├╝nstlern und nach dessen Tod ihren Erben oder anderen Rechtsnachfolgern eine Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg ihrer Werke bei Weiterver├Ąusserungen im Kunsthandel sichern. Eine Voraussetzung f├╝r den Verg├╝tungsanspruch ist, dass es sich bei der Weiterver├Ąusserung um Originale von Kunstwerken handelt. Weiters m├╝ssen an der Ver├Ąusserung ein Vertreter des Kunstmarkts, Auktionsh├Ąuser, Kunstgalerien oder Kunsth├Ąndler allgemein beteiligt sein.

    Die H├Âhe des Anspruchs ist nach bestimmten degressiven Trancheneinheiten festgelegt, Die K├╝nstler erhalten zwischen 4 Prozent und 0,25 Prozent des Erl├Âses aus dem Wiederverkauf ihrer Werke. Die Folgerechtsverg├╝tung wird dem Urheber des Werkes und nach dessen Tod seinem Rechtsnachfolger geschuldet. Die in der Richtlinie festgelegte Schutzdauer entspricht dem Urheberrechtsschutz, der 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers erlischt.

Kontakt:
Ressort Wirtschaft
Karin Zech
Tel.:  +423/236 60 10
karin.zech@mr.llv.li




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