Fürstentum Liechtenstein

pafl: Liechtenstein unterzeichnet UNO-Korruptionskonvention

      (ots) - Vaduz, 11. Dezember (pafl) - Botschafterin Claudia Fritsche
hat am Mittwoch, 10. Dezember 2003, im Namen der liechtensteinischen
Regierung das vor kurzem fertiggestellte Übereinkommen der Vereinten
Nationen gegen Korruption unterzeichnet. An der dreitägigen
Unterzeichnungskonferenz in Mérida (Mexiko) leisteten die Vertreter
von über 100 Staaten ihre Unterschrift unter dieses erste globale
Übereinkommen zur Bekämpfung der Korruption. Es tritt jedoch erst in
Kraft, nachdem 30 Staaten ihre Unterschrift durch Ratifikation
bekräftigen. Die Vertragsstaaten des Übereinkommens verpflichten
sich einerseits zur innerstaatlichen Umsetzung von Massnahmen zur
Verhütung, Bekämpfung und gerichtlichen Verfolgung von Korruption,
andererseits zur internationalen Zusammenarbeit in diesen Bereichen.
Eines der wichtigsten und innovativsten Elemente ist dabei das im
Übereinkommen verankerte Prinzip der Rückführung von im Ausland
befindlichen Korruptionsgeldern an die Ursprungsstaaten.

    Das Übereinkommen wurde in weniger als drei Jahren unter aktiver Beteiligung Liechtensteins ausgearbeitet. Es belegt die hohe Piorität, welche die Staatengemeinschaft der Korruptionsbekämpfung beimisst. Korruption ist ein globales Problem, das Auswirkungen weit über die unmittelbare kriminelle Handlungen hinaus hat: Korruption behindert die Bemühungen zur Armutsbekämpfung und zur internationalen Entwicklungszusammenarbeit, sie untergräbt demokratische Institutionen und rechtsstaatliche Prinzipien. Aufgrund der Verflechtung der Handels- und Finanzmärkte kann sie jedoch nur von den Staaten gemeinsam wirksam bekämpft werden. Mit der Unterzeichnung des Übereinkommens hat Liechtenstein seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit in diesen Bereichen deutlich zum Ausdruck gebracht.



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