Fürstentum Liechtenstein

pafl: Regierung entwickelt Programm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit

(ots) - Vaduz, 15. Oktober (pafl) - Der Anteil der unter 25 Jahre alten Arbeitslosen in Liechtenstein ist auf rund ein Viertel der gesamten Arbeitslosen angestiegen. Die Regierung hat grosses Interesse daran, junge Menschen im Arbeitsprozess zu halten. Um die Chancen von jungen Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, hat die Regierung in ihrer Sitzung vom 14. Oktober 2003 ein Massnahmenpaket verabschiedet, mit welchem die aktuelle Situation entschärft werden soll. Als erste Massnahme soll das bestehende Programm "Berufspraktikum" für arbeitslose Lehrabgänger optimiert werden. Um die Chancen für arbeitslose Lehrabgänger zu steigern, eine Praktikumsstelle in ihrem erlernten Beruf zu finden, müssten markant mehr offene Praktikumsstellen zur Verfügung stehen. Deshalb soll bei den Arbeitgebern vermehrt für die Bereitstellung von Praktikumsplätzen geworben werden. Ausserdem sollen die formalen Voraussetzungen für einen Praktikumsplatz überprüft und der organisatorische Ablauf vereinfacht werden. Für junge Arbeitslose, die nicht in den Genuss des Programms "Berufspraktikum" gelangen, wird das Programm "Praxis- Jobs" entwickelt. Dieses Projekt ähnelt im Wesentlichen dem "Berufspraktikum". Es sind jedoch hier junge Erwachsene angesprochen, deren Lehrabschluss mindestens zwei Jahre zurück liegt. Für die privaten Stellenvermittler, welche im Vertragsverhältnis mit dem Amt für Volkswirtschaft stehen, wird der Anreiz verstärkt, die Vermittlungsaktivitäten für junge Arbeitslose zu intensivieren. Bei einer erfolgreichen Vermittlung eines jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren an eine Arbeitsstelle ausserhalb der beiden vorgenannten Programme wird die Erfolgsprämie verdoppelt. Die Regierung hat das Problem der Jugendarbeitslosigkeit erkannt und will mit diesen gestaltenden Massnahmen ein Zeichen setzen. Es ist ihr bewusst, dass nicht alle jungen Arbeitslosen durch diese Programme in den Arbeitsprozess integriert werden können. Wichtig ist es auch, sich darüber Gedanken zu machen, wie den jungen und auch älteren Arbeitslosen geholfen werden kann, die psychosozialen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit zu bewältigen. Deshalb plant die Regierung, neben den erwähnten Programmen, ein Projekt zur psychosozialen Unterstützung und Betreuung von Arbeitslosen zu starten. Kontakt: Amt für Volkswirtschaft Peter Sele Tel.: +423/236 64 43

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