Fürstentum Liechtenstein

pafl: Kein Feuerwerk am Staatsfeiertag - generelles Feuerverbot erlassen

(ots) - Vaduz, 12. August (pafl) - Die Regierung sieht sich wegen der monatelangen anhaltenden Trockenheit im allgemeinen und der Gefährlichkeit von Waldbränden im besonderen veranlasst, am Staatsfeiertag auf die Zündung der Höhenfeuer und der Krone auf Tuass sowie auf das Abbrennen des Grossfeuerwerkes anlässlich des Staatsfeiertages zu verzichten. Sie hat ausserdem ein absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe erlassen sowie das Abbrennen von Feuerwerk jeglicher Art verboten. Die äusserst niederschlagsarme Wetterlage der vergangenen Monate hat in Liechtenstein Feld und Wald sehr stark in Mitleidenschaft gezogen und stark austrocknen lassen. Die trockenen Gras- und Krautschichten sowie das flächenhaft aufliegende Nadel- und Laubstreu, das herumliegende Feingeäst sowie im Wald verbliebene Reste von Holznutzungen und stehendes Totholz sind sehr leicht entzündbar, was eine extrem hohe Waldbrandgefahr zur Folge hat. Es wurde auch geprüft, ob eine sofort eingeleitete künstliche Bewässerung des Waldes oberhalb des Vaduzer Zentrums möglich sei. Diese aufwändige Massnahme bedürfte zum einen immenser Wassermengen. Der dadurch erzielte Erfolg wurde durch die zuständigen Feuerwehrfachleute ausdrücklich in Abrede gestellt. Nicht nur, dass diese Vorgehensweise in keinem Verhältnis zum getätigten Aufwand und zur Gesamtsituation steht, es ist darüber hinaus keine Gewährleistung gegeben, dass es nicht dennoch zu Waldbränden kommen kann. Ausserdem müsste zur Durchführung des Grossfeuerwerkes eine unverhältnismässig grosse Wassermenge künstlich auf das Gebiet des Schlosswaldes gebracht werden. Da die Bevölkerung erst kürzlich zum Wassersparen aufgerufen worden ist, würde eine solche Massnahme mit Sicherheit diesem Aufruf widersprechen. Ein von Liechtenstein durchgeführtes Grossfeuerwerk würde in der momentanen prekären Situation und bezogen auf die in Europa zahlreich herrschenden Waldbrände sowie die in den Nachbarländern ausgesprochenen Feuerverbote mit Sicherheit allgemein auf Unverständnis stossen. Kontakt: Ressort Inneres Erik Purgstaller Tel.: +423/236 60 92

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