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Fürstentum Liechtenstein

pafl: Liechtenstein sucht neues Profil

Das Fürstentum als "global village"
(ots)

Vaduz, 22. Mai - (pafl) Das Fürstentum Liechtenstein wird sein Image nicht länger dem Zufall überlassen. Im Bewusstsein einer ausgeprägten Weltoffenheit seiner Bürger sowie einer extrem hohen Auslandabhängigkeit seiner Industrie und seines Finanzplatzes will Liechtenstein künftig als "global village" auftreten und gerechtfertigte Forderungen an den Finanzplatz glaubhaft erfüllen.

Das ist das Resultat eines Gesamtkommunikationskonzepts, das der 
Regierungschef des 34 000 Einwohner zählenden Fürstentums, Otmar 
Hasler, bei der Leiterin der Stabsstelle für Kommunikation und 
Öffentlichkeitsarbeit, Gerlinde Manz-Christ, in Auftrag gegeben 
hatte. Diese Arbeit wird durch ein Rahmenkonzept für professionelles 
Reputationsmanagement ergänzt, das die Regierung bei der Fakultät 
für Kommunikationswissenschaften der Universität Lugano in Auftrag 
gegeben hatte. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden jetzt 
vorgestellt.
Selbstbewusstsein beruht auf Glaubwürdigkeit Mit dem Rahmen- und 
dem Kommunikationskonzept verfügt Liechtenstein heute über eine der 
fortschrittlichsten Kommunikations-Strategien aller europäischen 
Länder. "Wir wollen mit der Modernität unserer Kommunikation nach 
innen und aussen Zeichen dafür setzen, dass sich auch kleine Staaten 
in der Welt von heute und von morgen behaupten können," untermauert 
Gerlinde Manz-Christ, Leiterin der Stabsstelle für Kommunikation und 
Öffentlichkeitsarbeit, ihre Projekte.
"Wir wollen mit dieser Anstrengung einen glaubwürdigen Beitrag 
leisten," betont Otmar Hasler die Absicht seiner Initiative, "um den 
Ruf Liechtensteins in der Welt zu festigen. Dies setzt voraus, dass 
wir uns entsprechend verhalten. Nur so nehmen wir unsere Chance 
wahr, die Gestaltung unseres Rufs nicht länger unseren Kritikern zu 
überlassen."
Mit Hilfe eines professionellen Reputationsmanagements das Image 
aktiv und nachhaltig zu gestalten, setzt voraus, dass sich 
Lichtenstein der Welt realitätskonform präsentiert, aber auch darauf 
achtet, dass die Besonderheiten seiner Identität gebührend 
berücksichtigt werden. Dazu wurden zwei besondere Ziele definiert:
- Die Erhöhung des Bekanntheitsgrades primär in Ländern von 
strategischer Bedeutung. 
- Vermittlung eines differenzierten, 
wirklichkeitsnahen Liechtenstein-Bildes im In- und Ausland.
Zur Profilierung des Landes wurden verschiedene Kernbotschaften 
entwickelt. Sie sollen bis 2005 mit Hilfe eines optimierten 
Einsatzes genau definierter Ressourcen zielgruppengenau eingesetzt 
werden und zum Aufbau einer "Marke Liechtenstein" beitragen. 
Ergänzend dazu wurden Instrumente und Anlässe definiert, die zur 
Realisierung des Konzepts benötigt werden.
Umfragen offenbaren Schwächen und Stärken Mit Hilfe 
repräsentativer Umfragen im In- und Ausland wurde die aktuelle 
Situation des Liechtenstein-Images und damit die Basis für die 
weitere Planung geschaffen. Hierbei zeigte sich, dass das Image des 
Fürstentums in Österreich und den USA überdurchschnittlich gut, in 
Frankreich hingegen eher schlecht ist. Auch im Querschnittsvergleich 
mit anderen europäischen Kleinstaaten wie Schweiz, Monaco, Luxemburg 
und den Kanalinseln schnitt Liechtenstein unbefriedigend ab.
Die Umfragen förderten vor allem drei Schwachstellen im Image des 
Fürstentums zu Tage: Den Finanzplatz, den Führungsanspruch sowie den 
Bekanntheitsgrad der liechtensteinischen Wirtschaft und Industrie 
generell.
Das Fürstentum hat aber auch Stärken, zu denen wiederum der 
Finanzplatz, ausserdem die Landschaft des Landes zählen. Auf diesen 
Stärken soll das Reputationsmanagement nun aufgebaut werden.
Stossrichtung heisst: Liechtenstein als Kompetenzzentrum für 
erstklassige Finanzdienstleistungen profilieren. Der Erfolg des 
Finanzsektors und seine erstklassigen Finanzdienstleistungen sind 
unbestritten. Der zunehmende Druck des Auslands hat jedoch gezeigt, 
dass dieser Sektor verstärkt ethische Prinzipien befolgen muss, um 
langfristig erfolgreich zu sein. Andere Faktoren, wie niedrige 
Steuern, gut ausgebildete Arbeitnehmer und eine vorzügliche 
Infrastruktur, werden genutzt, um die internationale Wahrnehmung des 
Landes auf die ausgezeichnete Qualität der Kriterien zu lenken. 
Liechtensteins Integration in die internationale Staatengemeinschaft 
wird das Bild abrunden.
Die (bisherige) Fokussierung auf ausschliesslich wirtschaftliche 
Erfolgskriterien reicht als Massstab für ein gutes Image nicht mehr 
aus.
Ebenfalls als Image-Kapital wird das attraktive Geschäftsumfeld 
in einer reizvollen Landschaft und Topographie wahrgenommen. Eine 
ausgezeichnete Infrastruktur paart sich mit attraktiven 
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer kundenorientierten 
Steuerpolitik. Die zweite Stossrichtung zielt denn auch darauf ab, 
Liechtenstein als Oase unberührter Natur mit persönlichem Touch zu 
profilieren. Während Produkte nachgeahmt werden können, sind die 
Landschaft, aber auch die für ein so kleines Land typischen 
persönlichen Kontakte einzigartig. Mit dieser Stossrichtung wird 
gleichzeitig ein Gegengewicht zum Aspekt des Wirtschafts- und 
Finanzzentrums geschaffen. Beide vereinigen sich im Bild des "Global 
Village".
Bevölkerung als Botschafter Um Rückfällen vorzubeugen wird ein 
Image-Frühwarnsystem eingerichtet, das mögliche Risiken für die 
Reputation des Landes frühzeitig erfasst. Vertreter aus Bildung, 
Tourismus und Medien sollen mit geeigneten Massnahmen 
sensibilisiert, unterstützt und ins Bild gesetzt werden.
Die Strategie der Regierung, den Bekanntheitsgrad Liechtensteins 
zu erhöhen und den Ruf des Landes positiv zu gestalten, setzt 
voraus, dass eine ausgezeichnete Infrastruktur für den Tourismus 
gesichert und Liechtenstein als attraktive Tourismusdestination 
positioniert wird.
Besonderer Wert wird auf den Einbezug der Liechtensteiner 
Bevölkerung gelegt. Erst einmal soll diese von der Selbstdarstellung 
ihres Landes überzeugt werden. Das hat seinen guten Grund: "Jeder 
Liechtensteiner," erläutert Gerlinde Manz-Christ dieses Anliegen, 
"und jede Liechtensteinerin ist ein Botschafter seines/ihres Landes. 
Das kann er/sie nur, wenn er die Ziele des Konzepts überzeugt 
vertritt."

Kontakt:

Gerlinde Manz-Christ
Stabsstelle für Kommunikation
und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 776 61 80

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