Fürstentum Liechtenstein

pafl: Öffentlicher Verkehr: Landtag entscheidet über Mehrkosten

(ots) - Landtag befindet über ein neues Liniennetz und Fahrplan der LBA Vaduz, 23. April (pafl) - Die Regierung hat an ihrer Sitzung vom 22. April einen Bericht und Antrag betreffend ein neues Liniennetz für die Liechtenstein Bus Anstalt (LBA) verabschiedet. Im Mai soll der Landtag über die Höhe der Zusatzkosten entscheiden, welche durch die allfällige Implementierung eines neuen Liniennetzes anfallen würden. Dem Landtag werden drei Varianten zur Entscheidungsfindung vorgelegt. Ein Vollausbau (inklusive neuem Liniennetz) würde jährliche Mehrkosten von 2,63 Millionen Franken nach sich ziehen. Eine reduzierte Variante würde dem öffentlichen Verkehr mit jährlichen 1,61 Millionen Franken zu Buche schlagen. In einer dritten Variante werden für Mehrkosten von maximal 500'000 Franken Optimierungen und Angebotserweiterungen auf der Basis des heutigen Liniennetzes vorgenommen. Wahrung der Finanzhoheit Im Zuge der Debatte um den LBA-Jahresbericht 2002 forderte der Landtag, als Träger der Finanzhoheit in die Finanzplanung eines allfälligen neuen Liniennetzes der LBA frühzeitig eingebunden zu werden. Aus diesem Grund unterbreitet die Regierung dem Landtag einen entsprechenden Bericht und Antrag der Liechtenstein Bus Anstalt (LBA), welcher die Mehrkosten eines neuen Liniennetzes und Fahrplanes aufzeigen. Der momentane Staatsbeitrag an die LBA beläuft sich auf 14,4 Millionen Franken pro Jahr. LBA präsentiert zwei Varianten Die LBA präsentiert dem Landtag zwei Varianten betreffend eine mögliche Ausgestaltung des Öffentlichen Verkehrs ab dem Jahr 2004. Ein im Bereich des Angebotes voll ausgebautes neues Liniennetz würde jährliche Mehrkosten von 2,63 Millionen Franken nach sich ziehen. Eine im Sinne des Kostenbewusstseins reduzierte Variante, welche die LBA auf Ersuchen der Regierung ausgearbeitet hat, würde eine zusätzliche finanzielle Belastung von jährlich 1,61 Millionen Franken nach sich ziehen. Optimierung des bestehenden Liniennetzes möglich Um dem Landtag eine dritte, kostenbewusste Lösungsmöglichkeit zur Optimierung des Öffentlichen Verkehrs in Liechtenstein vorzuschlagen, wurde bei der Montafonerbahn AG eine Expertise in Auftrag gegeben, welche - basierend auf dem heutigen, bekannten Liniennetz - kundenbezogene Verbesserungen aufzeigt, welche mit jährlichen Mehrkosten von maximal 500'000 Franken realisiert werden können. Die Regierung wird dem Landtag den Antrag unterbreiten, diese Variante zu bevorzugen, um die Verbesserungen im bestehenden Liniennetz vornehmen zu können. Mit dieser Antragstellung schliesst die Regierung dennoch nicht aus, ein neues Liniennetz zu einem späteren Zeitpunkt - vor allem nach Fertigstellung des Busbahnhofes Schaan - in Vorschlag zu bringen. Schwierige Konsensfindung Die Liechtenstein Bus Anstalt, welche federführend zuständig war, ein neues Liniennetz für Liechtenstein auszuarbeiten, wurde von der Regierung beauftragt, mit allen am Öffentlichen Verkehr Beteiligten, einen tragfähigen Konsens für einen funktionierenden Öffentlichen Verkehr zu suchen. Unter anderem sollte die LBA insbesondere mit jenen Organisationen zusammenarbeiten, welche den Öffentlichen Verkehr operativ abwickeln und tagtäglich in engem Kontakt mit Kundinnen und Kunden stehen. Dieser Kompromiss konnte leider nicht gefunden werden. Mit der Expertise der Montafonerbahn, welche zum jetzigen Zeitpunkt Optimierungen auf dem bestehenden Liniennetz vorschlägt, sind auch die Interessen jener vertreten, welche in den Vorschlägen der LBA nicht abgedeckt waren. Kontakt: Peter Kindle Tel.: +423/236 60 21 peter.kindle@rfl.llv.li

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