Fürstentum Liechtenstein

Bericht und Antrag zur finanziellen Unterstützung von Fussball- EM-Spielen im nächsten Jahr verabschiedet

    Vaduz (ots) - Die Regierung hat in Ihrer Sitzung   vom 10. Dezember 2002 kurzfristig einen Bericht und Antrag   betreffend die finanzielle Unterstützung des Liechtensteinischen   Fussballverbandes (LFV) bei der Durchführung von EM-Spielen im   Jahre 2003 und die Ausrichtung einer Subvention an die Gemeinde   Vaduz zur Ausführung von baulichen Sicherheitsmassnahmen beim   Rheinparkstadion verabschiedet und zur Behandlung an den Landtag   übermittelt. Konkreter Anlass für diesen Bericht und Antrag sind   verschiedene Fussballeuropameisterschaftspiele, welche im   nächsten Jahr in Liechtenstein durchgeführt werden, sowie die   angespannte finanzielle Situation des Liechtensteinischen   Fussballverbandes (LFV).

    Der Liechtensteinische Fussballverband (LFV) tritt im Jahr 2003   als Organisator unterschiedlicher Fussball-Veranstaltungen auf.   Einerseits wurde der LFV vom Europäischen Fussballverband (UEFA)   beauftragt, die U19-Europameisterschaftsendrunde 2003 zu   organisieren und durchzuführen. Neben der liechtensteinischen   U19-Nationalmannschaft werden sich dabei die sieben besten   europäischen U19-Fussballnationalmannschaften im sportlichen   Wettkampf messen. Die U19-EM-Endrunde wird vom 14. - 27. Juli   2003 in Liechtenstein stattfinden. Andererseits sieht sich die   liechtensteinische Fussballnationalmannschaft zwei grossen   Herauforderungen gegenüber gestellt. Im Rahmen der EM- Qualifikationsheimspiele trifft Liechtenstein am 29. März 2003   auf England und am 6. September 2003 auf die Türkei. Beide Spiele   finden im Rheinparkstadion in Vaduz statt. Aufgrund des   erwarteten Zuschaueraufkommens sind die Auswirkungen dieser   beiden EM-Qualifikationsspiele bedeutend: Einerseits sind aus   sicherheitstechnischen Überlegungen und aufgrund internationaler   Verpflichtungen bauliche Veränderungen am Rheinparkstadion   notwendig und zum anderen ist ein stark erhöhtes   Sicherheitsdispositiv vorzusehen, damit die innere Sicherheit des   Landes aufrecht erhalten werden kann.

    Aufgrund der angespannten finanziellen Situation des LFV wurden   bezüglich beider Veranstaltungen ab Ende September 2002 seitens   des LFV Gespräche mit der Regierung geführt. Die Vertreter des   LFV sind dabei der Ansicht, dass die beiden Veranstaltungsarten   nicht ohne Unterstützung der Öffentlichen Hand auskommen können.   Aus Sicht der Regierung wurde in diesem Zusammenhang jedoch   mehrfach auf die primäre Zuständigkeit und Verantwortlichkeit des   Veranstalters hingewiesen. In Anbetracht der Kurzfristigkeit des   bevorstehenden Länderspiels Liechtenstein - England und der damit   notwendigen Sicherheitsvorkehrungen sowie unter Betrachtung der   angespannten finanziellen Lage des LFV ist die Regierung der   Überzeugung, dass dringender Handlungsbedarf gegeben ist. Daher   werden dem LFV die Mehrkosten für die Gewährleistung der   Sicherheit bei den Heimspielen gegen England und die Türkei in   Höhe von 230'000 Franken bevorschusst. Diese Darlehen sind mit 2   Prozent pro Jahr zu verzinsen und im Zeitraum von fünf Jahren   (2004 bis 2008) in gleichen Jahresraten von 46'000 Franken   zurückzuerstatten. Zudem wird dem LFV für die im Jahre 2003 im   Lande stattfindende U19-Europameisterschaftsendrunde eine   Defizitgarantie in maximaler Höhe von 150'000 Franken   zugesichert. Schliesslich wird der Gemeinde Vaduz die Übernahme   von 50 Prozent der Kosten für die Ausführung von baulichen   Sicherheitsmassnahmen beim Rheinpark-Stadion in Vaduz, begrenzt   auf einen Maximalbetrag von 172'500 Franken, zugesagt. Diese   finanziellen Leistungen wurden von der Regierung vorbehaltlich   der Zustimmung des Landtages beschlossen.

ots Originaltext: pafl
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