Fürstentum Liechtenstein

Leiko Ikemura: «Ozean». Ein Projekt vom 9. März bis 12. Mai 2002 im Kunstmuseum Liechtenstein

    Vaduz (ots) - Das Kunstmuseum Liechtenstein zeigt ab dem 9. März 2002 das neueste Schaffen der Künstlerin Leiko Ikemura. «Ozean. Ein Projekt» ist speziell für die Ausstellung in Vaduz entstanden. Leiko Ikemura, geboren 1951 und im Küstenort Tsu in der Provinz Mie in Japan aufgewachsen, zog die Weite und die Fremde schon früh an. In Osaka begann sie mit literaturwissenschaftlichen Studien, die sie 1972 in Spanien fortsetzte. Hier fiel der Entschluss, sich ausschliesslich der Bildenden Kunst zuzuwenden. Weitere Stationen folgten, Zürich und Nürnberg, bis Leiko Ikemura sich 1984 in Köln niederliess. Seit 1991 ist sie Professorin für Malerei an der Hochschule der Bildenden Künste in Berlin.

    Ihr malerisches, zeichnerisches und plastisches Oeuvre ist stark geprägt von den beiden Kulturräumen Japan und Europa. Ihre Werke umkreisen stets das «Unsagbare» und eine unbeschreibbare Art von Fremdheit. Leiko Ikemura hat eine Sensorik entwickelt, die sich aus dem inneren Konflikt mit diesen Kulturen speist. Dieser ermöglicht ihr einen Zugriff auf Gestaltwelten, die den Menschen dieser Gesellschaften nur noch als verblasste Erinnerung zur Verfügung stehen. Die Künstlerin erfasst diese Welten bildnerisch und verwandelt sie zu gegenwärtig neuer Bedeutung.

    «Ozean. Ein Projekt» ist anlässlich der Ausstellung im Kunstmuseum Liechtenstein entstanden. Zentraler Gedanke ist die Veranschaulichung eines jenseits von Körperlichkeit und Messbarkeit liegenden Raumes der Geistigkeit und des Sinnlichen. Dabei spielt das Motiv des Horizontes eine wichtige Rolle. «Dieses Nie-Zusammenkommen von Himmel und Erde, dieses ewige Annähern zweier Elemente. Der Horizont ist zwar wie eine Linie zu sehen, aber es gibt sie nicht. Gleichzeitig vermittelt sie unsere Verbindung zur Erde und die Sehnsucht nach Unendlichkeit.» (Leiko Ikemura). Die Beschäftigung mit dem metaphysischen Raum fusst auf der Entwicklung ihres Oeuvres in den neunziger Jahren. Am Anfang stand ein Aufenthalt in den Hochalpen Graubündens, der in eine Phase des Experimentierens mit neuen Ausdrucksmöglichkeiten fiel. Die intensive Begegnung mit den Gesetzen der Natur gab ihrem Suchen eine neue Wendung:

    In «Ozean. Ein Projekt» verkörpert die Weite des Ozeans und die Reinheit seines Horizontes ein kosmisches Weltgefühl. In den zahlreichen neuen Gemälden, Aquarellen und Plastiken artikuliert sich das Gefühl des Aufgehobenseins in das grosse Ganze. Leiko Ikemuras Themenkreise sind dabei wie stets bewusst reduziert: Haus, Pflanze, Tier, Mensch- und Mischwesen, die häufig gedoppelt auftreten. Dabei ergänzen sich die einzelnen Ausdrucksmedien zu einer Wirkung, die den Betrachter in das Geschehen einbezieht. In ein Geschehen, gewachsenen aus der Erfahrung um die gemeinsamen Grundlagen menschlicher Existenz.

    «Ozean. Ein Projekt» ist von der Künstlerin speziell für die Ausstellung im Kunstmuseum Liechtenstein entstanden. Die Ausstellung umfasst 29 Exponate (Gemälde, Aquarelle, Skulpturen) und ist bis zum 12. Mai 2002 zu sehen.

    Vernissage: Freitag, 8. März 2002, 18 bis 21 Uhr     Um 18.30 Uhr sprechen: Doris von Drathen, Paris Friedemann Malsch,     Kunstmuseum Liechtenstein

    Ausstellungsdauer: 9. März bis 12. Mai 2002
    Öffnungszeiten:      Di - So 10 -17 Uhr, Do 10 -20 Uhr

ots Originaltext: pafl
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