Fürstentum Liechtenstein

Programm DAPHNE 2000 - 2003: Vorbeugende Massnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen

Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen

    Vaduz (ots) - Das Programm DAPHNE (2000-2003) ist ein präventiv ausgerichtetes Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaft zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen. Es entstand aus der Initiative DAPHNE, die 1997 ins Leben gerufen und bis 1999 durchgeführt wurde. Für diese Initiative wurden 1997 und 1998 Mittel in Höhe von 3 Mio. ECU und 1999 5 Mio. Euro bereitgestellt. Damit die entsprechenden Massnahmen fortgesetzt werden konnten, wurde am 24. Januar 2000 das Programm DAPHNE mit einer Mittelausstattung von 20 Mio. Euro für den Zeitraum 2000-2003 verabschiedet. Liechtenstein ist durch den EWR-Beitritt berechtigt am Programm DAPHNE 2001- 2003 teilzunehmen.

    Dem Programm liegt das Konzept zugrunde, dass Gewalt als Straftat einzustufen ist. Sie soll im Rahmen eines opferorientierten Ansatzes bekämpft werden. Gewalt wurde in diesem Zusammenhang definiert als Gewalthandlungen jeglicher Art, von sexuellem Missbrauch, Gewalt in der Familie, Ausbeutung zu kommerziellen Zwecken, Tyrannisierung und Aggression in der Schule über Menschenhandel bis hin zu Gewalttaten gegen häufig diskriminierte Personen wie Behinderte, Angehörige von Minderheiten, Migranten und Migrantinnen und sonstige gefährdete Personen.

    Programmziele

    Unterstützung und Förderung der Zusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationen (NRO) und anderen Organisationen, einschliesslich öffentlicher Stellen, die im Bereich der Gewaltbekämpfung tätig sind;

    stärkere Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Problematik der Gewalt und der Verhütung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen, einschliesslich der Opfer des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, der Opfer sexueller Ausbeutung zu kommerziellen Zwecken und der Opfer anderer Formen des sexuellen Missbrauchs.

    Förderungswürdige Massnahmen

    Grenzübergreifende Massnahmen zur Errichtung multidisziplinärer Netze, zur Sicherstellung des Austausches von Informationen und bewährten Praktiken sowie zur Gewährleistung der Zusammenarbeit auf Ebene der Gemeinschaft;

    Grenzüberschreitende Massnahmen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

    Fördervoraussetzungen

    Am Programm Daphne beteiligen können sich öffentliche oder private Organisationen und Einrichtungen, die zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen beitragen. Es müssen Partnerschaften aus mindestens zwei Organisationen oder Einrichtungen aus zwei Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EU-Länder und Liechtenstein, Norwegen und Island) gebildet werden. Die Projektdauer kann 12 oder 24 Monate betragen.

    Frist zur Einreichung von Projektvorschlägen: 26. April 2002

    Infoline der Europäischen Kommission

    Europäische Gesellschaften, die im Rahmen dieser Aufforderungen Vorschläge einreichen wollen und die den Leitfaden erhalten möchten, können diesen über die Daphne-Website herunterladen:

    http://europa.eu.int/comm/justice_home/project/daphne/de/index.htm

ots Originaltext: pafl
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
Bernadette Kubik-Risch
Aeulestrasse 51
FL-9490 Vaduz
Tel. +423/236'60'60
Fax +423/236'65'60

    weitere Informationen zur vorliegenden Aufforderung sind auf der
Homepage der Stabsstelle EWR zu finden (www.firstlink.li/ ; ;
regierung/stab_ewr.htm)

Presse- und Informationsamt
des Fürstentums Liechtenstein (pafl)
Tel. +423/236'67'22
Fax +423/236'64'60
Internet: www.presseamt.li
Nr. 81



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