Fürstentum Liechtenstein

Exzellente Berufsbildungsprojekte

    Die liechtensteinische Nationalagentur des EU- Berufsbildungsprogramms Leonardo da Vinci freut sich über fünf Projektbeiträge im Jahr 2002 - wichtige Impulse für die Berufsbildung in Liechtenstein und Europa

    Vaduz (ots) - Die intensive Beratungstätigkeit im Jahr 2001 im Rahmen des EU-Berufsbildungsprogramms Leonardo da Vinci durch die Nationalagentur Liechtenstein wurde mit einem Pilot- und Transnationalen Netzwerkprojekt sowie drei Mobilitätsprojekten für die Zielgruppen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Studierende und Ausbildungsverantwortliche honoriert.

    Die beiden eingereichten EU-Projekte in der «Königsklasse» (Pilot- und Transnationales Netzwerkprojekt) unterliegen einem nationalen und internationalen Auswahlverfahren. Die gestellten Anforderungen sind vergleichbar mit einem zweijährigen internationalen Forschungsprojekt im Bildungsbereich. Die EU-Förderungen für die beiden in dieser Klasse beantragten Projekte liegen bei rund 500'000 Euro. Vor einer definitiven Entscheidung durch die EU-Kommission sind noch zwei Auswahlverfahren zu durchlaufen. Beide liechtensteinischen Projekte weisen ein vorzügliches Niveau auf, mit welchem sie sich im internationalen Wettbewerb behaupten werden.

    Die Universität für Humanwissenschaften hat gemeinsam mit Partnern aus Deutschland, Spanien, Grossbritannien, Estland und Schweden ein Pilotprojekt eingereicht, mit dem Ziel, pädagogische Instrumente und Methoden zur Förderung des Gefährdungsbewusstseins und der nachhaltigen Handlungskompetenz der Auszubildenden zu entwickeln, um langfristig das Bewusstsein gegenüber dem Arbeitsschutz und der Gesundheitsvorsorge in der Arbeitswelt zu erhöhen. Der Umgang und die Ausbildung von benachteiligten und behinderten jungen Menschen verlangt von den Ausbildungseinrichtungen ein hohes Mass an Verantwortung und präventiven Massnahmen. Für die Entwicklung der Ausbildungsmodule werden daher insbesondere die intellektuellen physischen und psychischen Voraussetzungen der Zielgruppe berücksichtigt.

    Das Unternehmen QualityNet AG in Ruggell, konnte im vergangenen Jahr mit «TaxOnline» sein erstes Pilotprojekt innerhalb des EU-Programms Leonardo da Vinci erfolgreich abschliessen. Zusammen mit den Projektpartnern aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden und Grossbritannien entschied sich die QualityNet AG, das erzielte Know-how aus dem Erstprojekt zu nutzen und dieses direkt in das Transnationale Projekt «TaxNet- EU» einfliessen zu lassen. «TaxNet-EU» hat das Ziel, im EWR-Raum vergleichbare, zertifizierte und anerkannte Abschlüsse (Harmonisierung der nationalen Eigenheiten) in den Bereichen Steuerberatung- und Wirtschaftsprüfung sowie Buchhaltung, vorzulegen, um die grenzüberschreitende Aus- und Weiterbildung (Entwicklung eines Leitfadens für europaweite Standards) in diesen Bereichen zu forcieren.

    Die drei eingereichten Mobilitätsprojekte sind primär darauf fokussiert, mehrmonatige internationale Berufspraktika für die Zielgruppen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Studierende anzubieten. Darüber hinaus wurde vom Amt für Berufsbildung eigens für Ausbildungsverantwortliche ein Projekt für den Erfahrungsaustausch auf internationaler Ebene initiiert. Die gesamte EU-Förderung für die drei Mobilitätsprojekte beläuft sich auf über 100'000 Euro.

    Im Rahmen des Projekts «KNOWLEDGE» haben acht Ausbildungsverantwortliche während eines einwöchigen Auslandsaufenthalts die Möglichkeit, ihr Wissen mit Kollegen aus Deutschland, Finnland, Norwegen, Italien oder Grossbritannien in Form eines Benchmarks auszutauschen. Ziel des Projekts ist es, einen Expertenvergleich zwischen den einzelnen Ausbildungssystemen durchzuführen und parallel ein Beziehungsnetz für Lehrlingsaustausche aufzubauen.

    Bei den beiden anderen Mobilitätsprojekten handelt es sich um Folgeprojekte von «MOJA» (Amt für Berufsbildung) und «Famous» (Fachhochschule Liechtenstein).

    Das von vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bereits in Anspruch genommene Projekt «MOJA» hat sich zwischenzeitlich zum Klassiker bei den Mobilitätsprojekten entwickelt und fördert auch weiterhin ein mehrmonatiges Berufspraktikum innerhalb Europa.

    Ebenso wird durch das Folgeprojekt «Famous 2001» sichergestellt, dass weitere zehn Studierende an der Fachhochschule Liechtenstein ihren Praxisnachweis über ein gefördertes EU-Programm absolvieren können.

    Jedes einzelne Projekt stellt einen Beitrag zur Sicherung unseres Wirtschaftsstandortes dar. Die Nationalagentur Leonardo da Vinci Liechtenstein dankt allen aktiven Projektträgern für ihr Engagement die Berufsbildung auf nationaler und internationaler Ebene zu fördern. Interessierte, die ein Leonardo da Vinci Projekt verwirklichen möchten, sind jederzeit gerne willkommen.

ots Originaltext: pafl
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Kontakt:
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