Fürstentum Liechtenstein

Massnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

    Vaduz (ots) - Seit den Terroranschlägen vom 11. September haben
verschiedene internationale Organisationen ihre Aktivitäten zur
Bekämpfung von Terrorismus erheblich verstärkt. Die enge
Zusammenarbeit zwischen den Organisationen ist entscheidend, um die
Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen sicherzustellen. Aus diesem
Grund fanden am vergangenen Mittwoch in Strassburg Gespräche zwischen
dem Europarat und der FATF (Financial Action Task Force) statt. Die
amtierende Präsidentin der FATF, Clarie Lo, trat vor dem
Expertenkomitee des Europarats zur Bekämpfung von Geldwäsche
(PC-R-EV) auf und berichtete über die von der FATF verabschiedeten
speziellen Empfehlungen zur Unterbindung von Terrorismusfinanzierung.
Die Mitglieder des PC- R-EV beschlossen, ihr Abwehrdispositiv gegen
die Geldwäsche auf die Vereinbarkeit mit den speziellen
FATF-Empfehlungen gegen die Terrorismusfinanzierung zu überprüfen.
Dieselbe Überprüfung findet derzeit innerhalb der FATF statt. Der
Beschluss des PC-R- EV zielt darauf ab, im Sinne einer konkreten
Zusammenarbeit den Wirkungsgrad der speziellen FATF-Empfehlungen zu
erhöhen.        

    Liechtenstein ist Vollmitglied des PC-R-EV und war an dem Treffen
durch Uwe Langenbahn, Stabschef Landespolizei, Lothar Hagen,
Landrichter, Michael Lauber, Leiter FIU, und Kerstin Fitz,
Mitarbeiterin der Stabsstelle Sorgfaltspflichten, vertreten. Von der
liechtensteinischen Delegation wurde auf das Typologien- Seminar
hingewiesen, das Anfang April 2002 in Liechtenstein stattfindet. An
diesem Seminar werden Experten des PC-R-EV und der FATF unter anderem
ihre Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung der Massnahmen zur
Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung austauschen.        

    Der Aufenthalt der FATF-Präsidentin wurde auch zu einem
Meinungsaustausch mit dem Ministerkomitee des Europarats genutzt.
Dabei wurde auch die Frage nach dem Verhältnis der FATF zum UNO-
Ausschuss gegen den Terrorismus (Counter Terrorism Committee)
aufgeworfen. Im Rahmen ihres Aufenthalts in Strassburg traf Frau Lo
auch mit dem Ständigen Vertreter Liechtensteins beim Europarat,
Botschafter Josef Wolf, zusammen. Das Gespräch diente einer
Darstellung der von Liechtenstein während seines Europarats-Vorsitzes
unternommenen Bemühungen zur verstärkten Bekämpfung von Terrorismus.
Daneben kamen auch die von Liechtenstein ergriffenen Massnahmen zur
Sprache, welche der Offenlegung der wirschaftlich Berechtigten und
der Geschäftsprofile gegenüber den Banken dienen. Frau Lo nahm die
Ausführungen von Botschafter Wolf mit Interesse zur Kenntnis.
    
ots Originaltext: pafl
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