Fürstentum Liechtenstein

Aussenminister Ernst Walch beim EWR-Ministerrat in Luxemburg

Einbeziehung der EFTA-EWR-Länder in EU-Reformdebatte
    
    Vaduz - (ots) "Bei der Entwicklung des  
homogenen Binnenmarktes konnten wir erfreuliche Fortschritte  
feststellen", erklärte Aussenminister Ernst Walch nach der  
heutigen ordentlichen Herbsttagung des EWR-Ministerrates in  
Luxemburg. "Die Effizienz bei der Übernahme neuer EU-Rechtsakte  
in den EWR muss aber noch verbessert werden".  
    
    Bei dem vom norwegischen Aussenminister Jagland geleiteten  
Ministertreffen wurde auch der Stand der EU-
Erweiterungsverhandlungen und ihre Auswirkungen auf den EWR sowie  
die geplanten EU-Reformen diskutiert. Dabei wurde auch die  
Möglichkeit der Einbeziehung des EWR in diese beiden Diskussionen  
erörtert.
    
    Die Terrorismusbekämpfung stand aus aktuellem Anlass beim  
informellen politischen Dialog der Minister im Mittelpunkt.  
Regierungsrat Walch betonte, wie die anderen anwesenden Minister,  
seine volle Unterstützung für die Bemühungen der USA und der EU  
in diesem Bereich. Im Hinblick auf die finanziellen Aspekte der  
Terrorismusbekämpfung verwies er auf die Reformmassnahmen des  
liechtensteinischen Finanzplatzes sowie auf die hervorragende  
internationale Zusammenarbeit, namentlich auf der Grundlage der  
diesbezüglichen Konventionen.
      
    Liechtenstein hat in der letzten Woche das Internationale  
Übereinkommen über die Unterstützung der Finanzierung von  
Terrorismus in New York unterzeichnet. Nicht zuletzt weil die  
Terroristen vermehrt parallele Finanznetzwerke zu den  
traditionellen Banksystemen verwenden würden, kam Regierungsrat  
Walch in seiner Eigenschaft als Präsident des Ministerkomitees  
des Europarates auf die in wenigen Wochen anstehende  
Verabschiedung der sogenannten Cyber Crime Convention zu  
sprechen. Weiters stimmte er mit den anderen Teilnehmern überein,  
dass auch im Hinblick auf das Umfeld des Terrorismus die  
humanitäre Hilfe von grosser Aktualität ist. Liechtenstein hat  
erst kürzlich 100'000 Franken für afghanische Flüchtlinge  
gespendet.  
    
ots Originaltext: Presse- und Informationsamt des Fürstentums    
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