Fürstentum Liechtenstein

Liechtenstein unterzeichnet das Internationale Übereinkommen zur Unterdrückung der Finanzierung von Terrorismus

    Vaduz (ots) - Regierungsrat Ernst Walch unterzeichnete gestern in
Namen der liechtensteinischen Regierung beim UNO - Sekretariat das
Übereinkommen zur Unterdrückung der Finanzierung von Terrorismus vom
9. Dezember 1999. Durch diese Unterzeichnung bekräftigt die Regierung
erneut ihren Willen, die internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung
von Terrorismus und anderen Formen des organisierten Verbrechens
vorbehaltlos und mit allen Mitteln zu unterstützen.  
    
  Nach den schweren Terrorangriffen auf die Vereinigten Staaten am
11. September wurde die internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung
von Terrorismus intensiviert. Ein wichtiger Schwerpunkt der Debatten
der vergangenen Wochen lag dabei auf der Notwendigkeit, die
Finanzierung von terroristischen Organisationen und Personen, die mit
ihnen verbunden sind, zu verhindern. Der Sicherheitsrat der Vereinten
Nationen verabschiedete am 28. September eine umfassende Resolution
zur Bekämpfung von internationalem Terrorismus, deren Schwergewicht
auf der Terrorismus-Finanzierung liegt. Für Liechtenstein als
europäischen Finanzplatz ist die wirkungsvolle Bekämpfung der
Finanzierung von terroristischen Aktivitäten von besonderer
Bedeutung. Durch die Unterzeichnung am 2. Oktober wurde die
Ernsthaftigkeit dieses Anliegens unterstrichen. In den kommenden
Tagen und Wochen werden die genannte Resolution des Sicherheitsrats
und das Übereinkommen zur Terrorismusfinanzierung einer eingehenden
rechtlichen Prüfung unterzogen. Dadurch soll festgelegt werden,
welche innerstaatlichen Massnahmen zur Umsetzung notwendig sind. Das
nunmehr unterzeichnete Übereinkommen tritt nach der Hinterlegung der
22. Ratifikationsurkunde in Kraft, bisher liegen vier Ratifikationen
vor. Liechtenstein bringt die Gesamtzahl von Unterzeichnungen auf 54.

  Terrorismus und dessen Finanzierung bildete auch den Schwerpunkt
des Gedankenaustauschs zwischen Regierungsrat Ernst Walch und
UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Neben den vom Sicherheitsrat
verabschiedeten Resolutionen und den genannten Übereinkommen kam auch
die liechtensteinische Initiative zum Selbstbestimmungsrecht zur
Sprache.
    
ots Originaltext: pafl
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