Fürstentum Liechtenstein

Sprachenlernen leicht gemacht

Eine Broschüre zum Jahr der Sprachen zeigt, wie's geht

  Vaduz (ots) - Gerade wenn der Fremdsprachenunterricht nicht mehr auf dem Stundenplan steht, sollten die erworbenen Kenntnisse vertieft oder neue Sprachen gelernt werden. In einem vielsprachigen Europa, das immer näher zusammenrückt, ist es nicht nur ein Vorteil, sondern eine Notwendigkeit, dass man sich in mehreren Sprachen verständigen kann. Die Europäische Woche "Erwachsene lernen Sprachen" will daher vor allem jene Menschen, die nicht mehr in einer schulischen Ausbildung stehen, für die Ziele des Jahres der Sprachen 2001 gewinnen.     Während etwa zwei Drittel der Jugendlichen eine zweite oder gar eine dritte Sprache sprechen, sind es bei den über 40-jährigen nur noch ca. ein Viertel. Und obwohl die meisten mit dem Kursangebot in ihrer Region zufrieden sind, ist das Interesse an solchen Veranstaltungen europaweit gesehen nicht gerade überwältigend. Gründe dafür sind die fehlende Zeit, die mangelnde Motivation oder auch das geringe Vertauen in das eigene Sprachentalent.     Dass das Erlernen von Sprachen auch im Erwachsenenalter kein Ding der Unmöglichkeit ist, sondern eine Chance, Neues kennen zu lernen, darüber informiert eine gemeinsam vom Europarat und der EU herausgegebene Broschüre. Neue Sprachen zu lernen erfordert Zeit und Anstrengung, aber jeder kann es, und es ist der Mühe wert, lautet die zentrale Botschaft der Organisatoren. Selbst wer nur ein paar Worte spricht, wird auf Urlaubs- und Geschäftsreisen freundlicher empfangen und vielleicht lassen sich so auch die Karrierechancen verbessern. Gerade ein vielsprachiger Kontinent wie Europa, wo so viele Sprachgemeinschaften und Kulturen auf engem Raum zusammenleben, bietet unzählige Möglichkeiten das Gelernte auch anzuwenden.     Die Broschüre mit dem Titel "Sprachenlernen für alle" versteht sich als Leitfaden für jene, die diese Herausforderung annehmen wollen, und bietet eine Reihe von nützlichen Tipps. So ist es wichtig, dass man weiss, wozu man Fremdsprachen lernt und was man erreichen will. Benötigt man Sprachen am Arbeitsplatz, bereitet man sich auf einen Aufenthalt im Ausland vor oder will man die Möglichkeiten des neuen Medien und des Internets nutzen? Je klarer die Zielvorstellungen, desto grösser ist die Motivation und damit der Lernerfolg.     Der Falter informiert auch über neue Lernmethoden wie die Arbeit mit CD-ROMs, Hörbüchern oder DVDs und weist darauf hin, wie wichtig ein klares Lernkonzept ist. Ein Patentrezept gibt es zwar nicht. Dennoch: Erfolg verspricht, was Spass macht. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Am beliebtesten bei den Erwachsenen ist nach wie vor der Unterricht in kleinen Gruppen unter Anleitung eines Lehrers, auch der fixe Zeitplan ist für viele ein wichtiges Argument für das traditionelle Lernen. Flexibler gestalten lässt sich jedoch ein Selbststudium mit autodidaktischen Mitteln, beispielsweise mit Hilfe von Radio- und Fernsehprogrammen oder gar mit dem Internet. Auch wenn einige Pädagogen in der Technologie des e-learnings die Lernmethode der Zukunft sehen, steht die Mehrheit der Lernenden dem noch recht skeptisch gegenüber. Gefragter sind da schon Auslandsaufenthalte, weil man sich durch die Kombination von Reisen, dem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung und Intensivkursen einen schnellen Erfolg verspricht. Solche Sprachferien sind jedoch kostspielig. Günstiger sind da schon private Sprachschulen im eigenen Land oder Kurse in öffentlichen Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Auch lässt sich hier die Qualität des angebotenen Unterrichts im vorhinein leichter überprüfen.     Wenn der Anfang einmal geschafft ist, heisst es durchhalten. Die Broschüre verrät einige Tricks, wie man vorübergehende Motivationstiefs überstehen kann und erinnert daran, dass die Lernenden für ihre Fortschritte selbst verantwortlich sind. Lehrer helfen, das Lernen können sie ihren Schülern jedoch nicht abnehmen. Daneben zeigen praktische Tipps, wie das Gelernte geübt und eingesetzt werden kann, damit sich Erfolgserlebnisse schneller einstellen.     Die Broschüre kann über das Internet bei der Koordinationsstelle für Liechtenstein angefordert werden. Sie ist auch auf der EJS Webseite im Schulnetz abrufbar. Zudem werden ab Mitte Mai einige Exemplare zusammen mit weiterem Informationsmaterial über das Europäische Jahr der Sprachen 2001 in den Gemeindeämtern aufliegen.

ots Originaltext: pafl
Internet: www.newsaktuell.ch

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Nr. 215



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