Bundesamt für Energie

Arbeitsgruppe des Bundes für nukleare Entsorgung: 23. Tätigkeitsbericht

Bern (ots) - Die Arbeitsgruppe des Bundes für die nukleare Entsorgung (AGNEB) hat ihren 23. Tätigkeitsbericht veröffentlicht. Darin äussert sie sich zu den Entsorgungsprogrammen. Die AGNEB begrüsst den Bau eines Sondierstollens zur Untersuchung des Wellenbergs. Die Nidwaldnerinnen und Nidwaldner werden darüber in einer Volksabstimmung befinden. Bezüglich Abfallinventar sind noch Fragen offen, die es zu klären gibt. Für die Entsorgung der hochaktiven und langlebigen mittelaktiven Abfälle ist vorerst der Entsorgungsnachweis zu erbringen. Anschliessend sollen die weiteren Schritte definiert werden. Die 1978 vom Bundesrat eingesetzte AGNEB besteht aus Vertretern jener Bundesstellen, die von den Arbeiten zur nuklearen Entsorgung betroffen sind. Sie hat den Auftrag, sich mit Fragen der Entsorgung zu befassen und dazu Stellung zu nehmen, die Bewilligungsverfahren auf Bundesebene zu begleiten und Fragen der internationalen Entsorgung zu behandeln. Im Hinblick auf die Entsorgung der schwach- und mittelaktiven Abälle haben Bund und Kanton Nidwalden das weitere Vorgehen festgelegt. Mittels Sondierstollen soll der Wellenberg weiter untersucht werden. Zur Beantwortung technischer Fragen hat der Kanton eine Fachgruppe eingesetzt. Eine wichtige Frage betrifft das Abfallinventar. Nicht in den Wellenberg verbracht werden Abfälle nicht-schweizerischer Herkunft, abgebrannte Brennelemente, hochaktive Abfälle sowie Abfälle mit bedeutenden Anteilen langlebiger Isotope. Parallel zum Bau des Sondierstollens sind im Hinblick auf die allfällige Wiederaufnahme des Rahmen-bewilligungsverfahrens Abfallinventar, Behandlungsart und Konditionierung zu überprüfen. Im Jahr 2002 will die Nagra den Entsorgungsnachweis für die hochaktiven und langlebigen mittelaktiven Abfälle erbringen. Dieser wird anschliessend von den Sicherheitsbehörden des Bundes geprüft. Für die weiteren Schritte des Entsorgungsprogramms braucht es klare Vorgaben. Die Nagra wird dafür einen Vorgehensplan erarbeiten. Danach werden die Bundesbehörden das weitere Vorgehen festlegen. Der 23. Tätigkeitsbericht gibt auch Auskunft über den Stand der Arbeiten im Zusammenhang mit dem Entsorgungsfonds, über eine von der Schweiz organisierte Informationsveranstaltung für deutsche Politiker zum Untersuchungsprogramm der Nagra in Benken (Zürcher Weinland) sowie über Probleme im Zusammenhang mit der Wiederaufarbeitung und der Produktion von Mischoxid-Brennelementen in England. Ferner informieren die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen, weitere Bundesstellen, Expertengremien und die Nagra über ihre Arbeit im letzten Jahr. Der 23. Tätigkeitsbericht kann beim Bundesamt für Energie, 3003 Bern bezogen werden (michael.aebersold@bfe.admin.ch). ots Originaltext: Bundesamt für Energie Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: UVEK Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie, Kommunikation Dr. Michael Aebersold Bundesamt für Energie Tel.: +41 (0)31 322 56 31

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