Bundesamt für Energie

940 Mio. Fr. im Stilllegungsfonds für Kernanlagen

    Bern (ots) - Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat vom Jahresbericht und von der Jahresrechnung 2000 des Stilllegungsfonds für Kernanlagen Kenntnis genommen. Die Betriebsrechnung weist einen Gewinn von 17,4 (Vorjahr 106,6) Millionen Franken aus. Bei der Anlage des Fondsvermögens wurde eine Rendite von 2,0 (13,2) Prozent erzielt. Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklung kann dieses Ergebnis als erfreulich bezeichnet werden.

    Der Stilllegungsfonds für Kernanlagen wurde am 1. Januar 1984 gegründet. Er hat die Kosten zu decken, die durch die Stilllegung und den Abbruch von ausgedienten Kernanlagen sowie die Entsorgung der dabei anfallenden Abfälle entstehen. Ende 2000 belief sich das angesammelte Fondskapital auf 940 (903) Millionen Franken.

    Der Fonds wird durch Jahresbeiträge der Besitzer von Kernanlagen finanziert. Die vier schweizerischen Kernkraftwerkbetreiber sowie die Zwischenlager Würenlingen AG (ZWILAG) haben letztes Jahr zusammen 18,9 Millionen Franken einbezahlt. Die ZWILAG ist neu beitragspflichtig. Die Höhe der Beiträge bemisst sich nach den voraussichtlichen Stilllegungs- und Abbruchkosten sowie den erwarteten Kosten für die Entsorgung der Stilllegungsabfälle. Dabei wird die Kostenentwicklung bis zur Ausführung der Arbeiten berücksichtigt. Die Verwaltungskommission hat die Betreiber beauftragt, die Höhe ihrer voraussichtlichen Stilllegungskosten bis Ende 2001 von Grund auf neu zu berechnen.

    Neben dem Stilllegungsfonds gibt es seit kurzem auch einen Entsorgungsfonds. Mit der vom Bundesrat am 6. März 2000 verabschiedeten Verordnung über den Entsorgungsfonds für Kernkraftwerke wurde für die Sicherstellung der Kosten für die Entsorgung der Betriebsabfälle und der bestrahlten Brennelemente eine vergleichbare Regelung eingeführt. Organisation und Anlagestrategie des Fonds sind heute in den Grundzügen festgelegt und die ersten Beiträge der Kernkraftwerke können termingerecht im letzten Quartal 2001 in den Fonds eingezahlt werden.

    Der Jahresbericht kann bestellt werden: michael.aebersold@bfe.admin.ch

ots Originaltext: Bundesamt für Energie
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
Michael Aebersold, Bundesamt für Energie,
Tel. +41 31 322 56 31

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