Bundesamt für Statistik

Detailhandelsumsätze im Mai 2005

      (ots) - Detailhandelsumsätze im Mai 2005

Leichter Rückgang um 0,7 Prozent

    Nach den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) gingen die nominalen Detailhandelsumsätze (ohne Motorfahrzeuge, Treib- und Brennstoffe) im Mai 2005 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 0,7 Prozent zurück. Dies entspricht einer realen (teuerungsbereinigten) Abnahme um 0,4 Prozent. Die nominalen Umsätze waren im April 2005 um 2,4 Prozent und im Mai 2004 um 2,9 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat gestiegen. Dazu ist zu bemerken, dass der Monat Mai 2005 gleichviel Verkaufstage aufwies wie derselbe Monat des Vorjahres.

    Der leichte Rückgang im Mai 2005 lässt die seit Beginn des Jahres kumulierten nominalen Umsätze stagnieren und die realen Umsätze minim ansteigen (+0,1%). Markante Unterschiede bei der Entwicklung der Umsätze in den verschiedenen Warengruppen Die Entwicklung der nominalen Umsätze in den drei Hauptgruppen war sehr unterschiedlich: Während die Gruppe „Bekleidung, Schuhe“ eine leichte Umsatzsteigerung verbuchen konnte (+0,5%), mussten die Gruppen „Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren“ und die „Übrigen Gruppen“ eine Einbusse von 1,7 Prozent bzw. 0,5 Prozent in Kauf nehmen. Die Umsätze sind vor allem bei den Gruppen „persönliche Ausstattung“ (+5,2%) und „Gesundheit, Körperpflege, Schönheit“ (+4%) gestiegen. Die Umsatzsteigerung der Gruppe „Tabak und Raucherwaren“ hat sich im Vergleich zum Vormonat verlangsamt (+1,7% gegenüber +6% im April 2005) – eine Folge der weiterhin schrumpfenden Absatzmengen. Tatsächlich stellt man einen immer stärkeren Rückgang des realen Umsatzes bei dieser Gruppe fest: -9,2 Prozent in diesem Monat.

    Nominal haben die Gruppen ,,Do-it-yourself, Freizeit“ und „Kultur“ mit -7,3 Prozent bzw. -5,2 Prozent die grössten Einbussen verzeichnet, gefolgt von der Gruppe „Getränke“, deren Umsatz um 2,7 Prozent gefallen ist.

      Einbussen in fast allen Wirtschaftszweigen… Mit Ausnahme des
Detailhandels mit pharmazeutischen, medizinischen und kosmetischen
Artikeln (+7,7%) und der Reparatur von Gebrauchsgütern (+0,3%) haben
alle Wirtschaftszweige Umsatzeinbussen erlitten. Den stärksten
Einbruch verzeichneten der sonstige Fachdetailhandel in
Verkaufsräumen (-1,9%), dicht gefolgt vom Detailhandel ohne
Verkaufsräume (-1,8%). ... und Betriebsgrössen Untersucht man die
Betriebe nach Grösse, hat im Mai nur gerade die Kategorie der
grossen Unternehmen (mehr als 45 Vollzeitstellen) einen – wenn auch
geringen – Umsatzzuwachs erzielen können (+0,3%). Die kleinen
Unternehmen (weniger als 15 Vollzeitstellen) mussten die grösste
Einbusse in Kauf nehmen (-2,5%), während die Umsätze der mittleren
Unternehmen (15 bis 45 Vollzeitstellen) nur leicht gesunken sind
(-0,5%). Stagnierende Umsätze in den ersten fünf Monaten 2005 Der
Rückgang im Mai 2005 hat den im Vormonat festgestellten leichten
Anstieg der seit Jahresanfang kumulierten Umsätze nominal in eine
Stagnation überführt. Dieses „Patt“ ist das Resultat der
unterschiedlichen Entwicklungen in den drei Hauptgruppen.
Tatsächlich zeigen die Hauptgruppen „Nahrungsmittel, Tabak und
Raucherwaren“ und „Bekleidung, Schuhe“ mit -1,3 Prozent bzw. + 1,3
Prozent eine diametral entgegen gesetzte Entwicklung, während sich
bei den „Übrigen Gruppen“ praktisch nichts verändert hat (-0,1%).
Real haben die kumulierten Umsätze insgesamt leicht zugelegt
(+0,1%). Doch auch hier zeigen die drei Hauptgruppen
unterschiedliche Entwicklungen: Die Gruppe „Nahrungsmittel, Tabak
und Raucherwaren“ verzeichnete einen Rückgang von 1,7 Prozent, die
Gruppe „Bekleidung, Schuhe“ einen Anstieg von 1 Prozent, während die
Umsätze der „Übrigen Gruppen“ um 2,1 Prozent gesunken sind.

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