Bundesamt für Statistik

BFS: Landesindex der Konsumentenpreise im April 2004

      (ots) - Landesindex der Konsumentenpreise im April 2004

Jahresteuerung 0,5 Prozent

    Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im April 2004 einen Anstieg um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 103,6 Punkten (Mai 2000 = 100). Dieser starke Anstieg ist saisonbeeinflusst und reflektiert die Rückkehr zu regulären Preisen im Bekleidungssektor nach Abschluss des Ausverkaufs. Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0,5 Prozent, verglichen mit Jahresraten von -0,1 Prozent im März 2004 und von +0,7 Prozent im April 2003. Rückkehr zu regulären Sortimentspreisen im Bekleidungssektor Die Zunahme des Landesindexes im April 2004 ist auf die höhere Indexziffer für Bekleidung und Schuhe (+16,8%) zurückzuführen. Mit diesem starken Anstieg wurden im April 2004 die im Juli 2003 und im Januar 2004 erhobenen tiefen Ausverkaufspreise für Sommer- und Ganzjahresbekleidung durch die regulären Sortimentspreise wieder ausgeglichen. Über dem Stand der Vorerhebung lagen auch die Gruppenindizes für Restaurants und Hotels (+0,6%), für Gesundheitspflege (+0,5%) und für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,3%). Rückläufig war hingegen der Index für Verkehr ( 0,2%), während jener für Wohnen und Energie praktisch stabil blieb. In den übrigen sechs Bedarfsgruppen fanden im Berichtsmonat keine Preiserhebungen statt. Steigende Preise für Auslandgüter Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, erhöhte sich das Preisniveau nach Herkunft im Vergleich zum Vormonat bei den Inlandgütern um 0,2 Prozent, bei den Importgütern infolge der höheren Preise für Bekleidung und Schuhe um 2,6 Prozent. Innert Jahresfrist verzeichneten die Inlandgüter eine durchschnittliche Preissteigerung um 0,8 Prozent, die Importgüter dagegen eine Preisreduktion um 0,2 Prozent. Details der Preisentwicklung im April 2004 In der Gruppe Bekleidung und Schuhe wurden die im Juli 2003 und Januar 2004 erhobenen tiefen Ausverkaufspreise durch die regulären Sortimentspreise für Sommer- und Ganzjahresbekleidung praktisch wieder ausgeglichen. Die Erhöhung des Indexes für Restaurants und Hotels ist das Ergebnis von Preissteigerungen für Mahlzeiten und Getränke in Gaststätten sowie leichten Preiserhöhungen im Bereich Parahotellerie (Campingplätze, Jugendherbergen und Ferienwohnungen). Tarifanpassungen bei den Spitaltaxen in verschiedenen Kantonen sowie leichte Preiserhöhungen für Spitex-Leistungen bewirkten einen Anstieg der Indexziffer für Gesundheitspflege. Bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken verteuerten sich innert Monatsfrist vor allem Früchte, Schweinefleisch, Wurstwaren, Geflügel und Zöpfe (infolge Ende einer Aktion). Billiger wurden die meisten Gemüsesorten und Kalbfleisch. Der Rückgang der Indexziffer für Verkehr ist hauptsächlich auf sinkende Tarife für Linienflüge und tiefere Preise für Occasions- Automobile zurückzuführen. Hingegen stiegen die Benzinpreise gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent (Stichtag 1. April) und lagen damit um 2,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die weiteren Preissteigerungen für Benzin im Verlauf des Monats hatten keinen Einfluss auf das vorliegende Ergebnis. Im Bereich Wohnen und Energie verteuerten sich die Heizölpreise um 0,3 Prozent (Stichtag 1. April) gegenüber März 2004 und befanden sich um 1,7 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Verkettung mit früheren Indexreihen Die früheren, rechnerisch mit der aktuellen Indexziffer verknüpften Reihen ergeben für den April 2004 Indizes von 109,9 Punkten auf der Basis Mai 1993=100, von 152,1 Punkten auf der Basis Dezember 1982=100, von 189,7 Punkten auf der Basis September 1977=100 und von 319,8 Punkten auf der Basis September 1966=100.

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