Bundesamt für Statistik

BFS: Internationaler Reiseverkehr der Schweizerinnen und Schweizer im Jahr 2002 Die Schweizer Bevölkerung zieht es weniger ins Ausland

(ots) - Internationaler Reiseverkehr der Schweizerinnen und Schweizer im Jahr 2002 Die Schweizer Bevölkerung zieht es weniger ins Ausland Laut Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) hat sich der Reiseverkehr der Schweizerinnen und Schweizer in fremde Länder 2002 zum zweiten aufeinander folgenden Mal abgeschwächt. Es wurden insgesamt 11,43 Millionen Ankünfte im Ausland registriert, was einem Rückgang um 1,1% gegenüber 2001 entspricht. Weltweit wurde hingegen ein leichter Aufwärtstrend notiert: Laut ersten Schätzungen der Weltorganisation für Tourismus (WTO) hat sich die Zahl der Ankünfte ausländischer Touristen 2002 um 2,7% gesteigert. Weniger Auslandreisen Die Schweizer Bevölkerung ist 2002 weniger ins Ausland gereist als ein Jahr zuvor. Nach ersten Schätzungen des BFS gehen im Berichtsjahr 11,43 Millionen internationale Ankünfte auf ihr Konto. Dies sind 1,1% weniger als 2001. Bevorzugte Kontinente: Europa weiterhin am beliebtesten Europa behauptet sich weiterhin unangefochten als beliebteste Reisedestination der Schweizer Touristen (9,7 Millionen Ankünfte). Auf den weiteren Plätzen der Beliebtheitsskala folgen Amerika (645 400 Ankünfte) und Asien (551 800). Asien verzeichnete als einziger Kontinent eine leichte Frequenzsteigerung (+0,6%). Die deutlichste Einbusse erlitt Amerika (-13%). Bevorzugte Länder: unverändertes Spitzentrio Wie in den Vorjahren zog es die Schweizerinnen und Schweizer auch 2002 am stärksten nach Frankreich (3,07 Millionen Ankünfte), Italien (1,44 Millionen) und Spanien (1,21 Millionen); dies trotz Ankünfterückgängen um 6,7%, 1,3% und 1,9% verglichen mit 2001. Auch andere Stammdestinationen der Schweizerinnen und Schweizer waren 2002 weniger gefragt, so die Vereinigten Staaten (-18%), Tunesien (-18%), Brasilien (-21%) und Australien (-10%). Andere von den Schweizer Reisenden favorisierte Destinationen konnten hingegen einen verstärkten schweizerischen Zuspruch verbuchen: Grossbritannien (+16%), die Türkei (+13%), Deutschland (+6,4%) und Österreich (+5%). Frequenzzunahmen gegenüber 2001 vermeldeten auch gewisse aufstrebende Destinationen. Genannt seien insbesondere die osteuropäischen Länder Bulgarien, Russland und die Slowakei mit einem Plus an Touristen aus der Schweiz von 35%, 34% und 32%. Schweiz nach wie vor Reiseziel Nr. 1 Im Jahr 2002 beliefen sich die Ankünfte von inländischen Gästen in Hotel- und Kurbetrieben in der Schweiz auf rund 6,26 Millionen (+0,5% gegenüber dem Jahr 2001). Somit liegt das eigene Land noch immer an erster Stelle der Beliebtheitsskala der Schweizer Reisenden, obwohl die Ankünfte in der Parahotellerie in der Schweiz nicht erhoben werden. An zweiter Stelle folgt Frankreich (3,07 Millionen Ankünfte). Internationaler Fremdenverkehr wieder auf Wachstumskurs Nach ersten Schätzungen der WTO ergaben sich 2002 weltweit insgesamt 702,6 Millionen internationale Ankünfte. Dies sind 2,7% mehr als im Vorjahr. Damit hat der internationale Fremdenverkehr auf den Wachstumspfad zurückgefunden, nachdem er 2001 noch um 0,5% nachgegeben hatte. Europa vereinte 57% (399,8 Millionen) der weltweit verbuchten internationalen Ankünfte auf sich. Damit hielt es den Spitzenplatz in der Hitparade der beliebtesten internationalen Destinationen. 19% der Ankünfte (131,3 Millionen) gingen auf das Konto der Region Asien- Pazifik, die damit ihren 2001 errungenen zweiten Platz verteidigen konnte. Es folgt Amerika, das mit seinen 16% (114,9 Millionen Ankünfte) auch 2002 noch die Folgen der Attentate vom 11. September 2001 spürte und als einzige Region weniger ausländische Touristen anzuziehen vermochte (-4,4%). Erstaunlicherweise verzeichnete der Mittlere Osten 2002 den stärksten Anstieg internationaler Ankünfte (+17%). Das Plus scheint auf eine Intensivierung des Fremdenverkehrs zwischen den Ländern in der Region zurückzuführen zu sein. Auf Länderebene hat sich das Klassement der beliebtesten internationalen Reisedestinationen innert Jahresfrist nur wenig verändert. Frankreich führt das Feld nach wie vor an (77 Millionen Ankünfte), gefolgt von Spanien (51,7 Millionen) und den Vereinigten Staaten (41,9 Millionen). Die Methoden zur Erfassung der internationalen Ankünfte sind von Land zu Land verschieden. Gewisse Länder basieren ihre Schätzungen auf die Grenzübertritte, während andere die Ankünfte in sämtlichen touristischen Beherbergungsbetrieben berücksichtigen. Wieder andere Länder, darunter auch die Schweiz, stützen sich lediglich auf die Ankünfte in den Hotelbetrieben. Das BFS bezieht sich in seinem Bericht über die Schweizerinnen und Schweizer im Ausland auf die Ankünfte, die mindestens eine Übernachtung im besuchten Land mit sich brachten. Es werden also neben den Ferienaufenthalten auch Geschäftsreisen und Studienreisen berücksichtigt. Die vorliegenden Angaben stützen sich auf Umfragen bei internationalen Organisationen, ausländischen Tourismusministerien, statistischen Ämtern und Fremdenverkehrszentralen. BUNDESAMT FÜR STATISTIK Informationsdienst Auskunft: Thomas Welte oder Beatrice Hostettler, BFS, Sektion Tourismus, Tel.: 031 323 67 14 oder 323 66 00 Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS http://www.statistik.admin.ch

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