Bundesamt für Statistik

BFS: Entwicklung der Detailhandelsumsätze im Jahresverlauf und im Dezember 2002 Rückgang der Umsätze im letzten Jahr

Neuchâtel (ots) - Entwicklung der Detailhandelsumsätze im Jahresverlauf und im Dezember 2002 Rückgang der Umsätze im letzten Jahr Nach den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) sanken die wertmässigen Detailhandelsumsätze im Jahr 2002 um 0,3 Prozent. Im Jahr 2001 resultierte noch ein Zuwachs von 2,2 Prozent und 2000 ein solcher von 2 Prozent. Die anhand des Landesindexes der Konsumenten-preise berechneten realen (teuerungsbereinigten) Umsätze verzeichneten nach einem Anstieg von 2,6 Prozent im Vorjahr noch einen knappen Zuwachs von 0,1 Prozent. Die Berechnung nach Verkaufstagen im Jahr 2002 zeigte ein ähnliches Resultat. Verkaufstags-bereinigt ergaben sich Werte von nominal -0,4 Prozent und real +0,1 Prozent. Ergebnisse nach Warengruppen ... Im Durchschnitt des letzten Jahres war die nominale Umsatzentwicklung der drei Hauptgruppen sehr divergierend. Während die Gruppe «Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren» ein Plus von 1,2 Prozent aufwies, sanken die Umsätze von, «Bekleidung, Schuhe» um 1,6 Prozent. Eine Umsatzeinbusse resultierte auch im Total der «Übrigen Gruppen» mit einem Rückgang von 0,7 Prozent. Die entsprechenden realen Umsatzwerte betrugen für «Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren» -0,9 Prozent, «Bekleidung, Schuhe» +1 Prozent und für «Übrige Gruppen» +0,8 Prozent. Umsatzsteigerungen im vergangenen Jahr erzielten insbesondere die Warengruppen «Gesundheit, Körper-pflege, Schönheit» (+3,8%), «Küche, Haushalt» (+2,9%) sowie «Do-it-yourself, Freizeit» (+2,2%). Einen starken Umsatzrückgang verzeichneten demgegenüber «Persönliche Ausstattung» (-8,7%) und «Unterhal-tungs- und Büroelektronik» (- 7,8%). Einen spürbar tieferen Umsatz wies beeinflusst durch gesunkene Preise auch die Gruppe «Treib- und Brennstoffe» (-7,1%) aus. ... nach Wirtschaftszweigen ... Wie im Falle der Warengruppen verlief die Umsatzentwicklung im Detailhandel auch in den Wirtschafts-zweigen unterschiedlich. Umsatzzunahmen ergaben sich, nach einem schlechten Vorjahr, insbesondere für den Detailhandel mit Antiquitäten und Gebrauchtwaren (+5,8%). Ein solides Wachstum mit einem Plus von 4,9 Prozent konnten auch die Anbieter von pharmazeutischen und kosmetischen Artikeln verbuchen. Zufrie-den mit dem Jahresergebnis dürfte schliesslich auch der Versandhandel sein (+2,6%). Demgegenüber blieben die Umsätze für die Reparatur von Gebrauchsgütern (-6,4%), für den sonstigen Fachdetailhandel (-1,9%) und für den Fachhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln (-1,4%) unter dem Niveau des Vorjahres. ... und nach Betriebsgrösse Sowohl die kleineren Geschäfte (weniger als 15 Vollzeitstellen) wie auch die mittleren Unternehmen (15 bis 45 Vollzeitstellen) wiesen im Jahr 2002 mit -1,6 Prozent resp. -0,4 Prozent ein negatives Resultat aus. Ein-zig die Grossbetriebe (mehr als 45 Vollzeitstellen) erzielten mit +0,8 Prozent eine Steigerung der Umsätze. Schwacher Dezember 2002 Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) weiter mitteilt, setzte der Detailhandel im Dezember 2002 bei einer identischen Anzahl von Verkaufstagen wertmässig insgesamt 2,2 Prozent weniger um als im Vorjahres-monat. Dies entspricht einer realen Abnahme von 2,8 Prozent. Die seit einiger Zeit mässige Kauflust der Konsumenten schlug sich damit auch in den Ergebnissen vom Dezember nieder, und das Weihnachtsgeschäft verlief aus der Sicht des Detailhandels insgesamt eher er-nüchternd. Neben der nach wie vor gedämpften Konjunkturlage wurden vom Detailhandel das weiter sehr ausgeprägte Preisbewusstsein der Kunden und die bereits vor Weihnachten beginnenden Ausverkäufe als Gründe für den Umsatzrückgang angegeben. Erstmals seit Jahresbeginn wiesen alle drei Hauptgruppen nominal ein Umsatzminus aus: «Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren» (-1,8%), «Bekleidungsartikel, Schuhe» (-4%) und «Übrigen Gruppen» (- 2%). Real ergaben sich folgende negativen Werte: «Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Tabakwaren» (-2,4%), «Bekleidungsartikel, Schuhe» (-7,2%) sowie «Übrige Gruppen» (-2%). HINWEIS: Aufgrund der Ziehung einer neue Stichprobe können die Resultate von Januar 2003 voraussichtlich erst Ende der dritten Märzwoche publiziert werden. Wir bitten Sie für diese Verzögerung um Entschuldigung und hoffen auf Ihr Verständnis. BUNDESAMT FÜR STATISTIK Informationsdienst __________________ Information: Fabia Ndiaye-Laini, BFS, Sektion Preise und Verbrauch, Tel. 032 713 61 69 Hans-Peter Herrmann, BFS, Sektion Preise und Verbrauch, Tel. 032 713 68 33 Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS http://www.statistik.admin.ch 18.02.2003

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