Bundesamt für Statistik

BFS: Leerwohnungszählung vom 1. Juni 2002 Knappheit auf dem Wohnungsmarkt

Neuchâtel (ots) - In den letzten vier Jahren hat die Anzahl leer stehender Wohnungen laufend abgenommen, so dass das Wohnungsangebot in gewissen Kantonen immer ernster wird. Am 1. Juni 2002 wurden in der Schweiz insgesamt 40'600 leer stehende Miet- und Eigentumswohnungen sowie Einfamilienhäuser gezählt. Damit schrumpfte der Leerwohnungsbestand im Vergleich zum Vorjahr erneut, und zwar um 15%. Gemessen am ungefähren Gesamtwohnungsbestand per Ende 2001 ging auch die Leerwohnungsziffer von 1,34% auf 1,13% zurück. Soweit die wichtigsten Ergebnisse der Leerwohnungszählung des Bundesamtes für Statistik (BFS). Wiederum Verkleinerung des Leerwohnungsbestandes Der Leerwohnungsbestand ist erneut rückläufig, gab er doch gegenüber dem Vorjahr um 15% (-7100) nach und erreichte 40'600 Einheiten. Gemessen am ungefähren Gesamtwohnungsbestand per Ende 2001 schrumpfte auch die Leerwohnungsziffer auf 1,13%. Dies bedeutet den vierten Rückgang des Leerwohnungsbestandes in Folge nach dem Rekordergebnis von 1998. Die Situation ist einerseits auf eine Verringerung der Anzahl neuer Wohnungen und andererseits auf eine Zunahme der Wohnbevölkerung zurückzuführen. Die Leerwohnungsziffer ist in den Kantonen Glarus (3,05%), Tessin (2,61%) und Thurgau (2,47%) am höchsten. Am unteren Ende der Rangliste finden sich die Kantone Genf (0,25%), Zug (0,35%) und Zürich (0,39%). In absoluten Werten ausgedrückt, war die Anzahl leer stehender Wohnungen in den Kantonen Bern, Tessin und St. Gallen am höchsten. Verglichen mit dem 1. Juni 2001 verzeichneten die Kantone Bern, Aargau, St. Gallen und insbesondere Waadt dieses Jahr einen deutlichen Abbau. Letzterer verzeichnete mit einem Minus von 25% einen markanten Einbruch. Neben dem Kanton Tessin, wo die Anzahl leer stehender Wohnungen um 290 Einheiten zunahm, warteten auch noch die Kantone Zug und Graubünden mit minimen Steigerungen auf. Weniger leer stehende Einfamilienhäuser Im Gegensatz zu 2001 verringerte sich dieses Jahr die Anzahl leer stehender Wohnungen in Einfamilienhäusern um 2,5%, und jene der leer stehenden Wohnungen in Neubauten setzte ihre Talfahrt fort. Starker Rückgang der zur Miete ausgeschriebenen Wohnungen Die Zahl der zur Miete ausgeschriebenen leer stehenden Wohnungen ging weiter zurück (-17%/-6700 Einheiten), und auch jene der zum Verkauf ausgeschriebenen leer stehenden Wohnungen gab nach (-5%/-430 Einheiten). Fast alle Wohnungskategorien verzeichneten weniger leer stehende Wohnungen. Gemessen an den Ergebnissen vom 1. Juni 2001 lag die Zahl der Leerwohnungen mit einem und mit zwei Zimmern am diesjährigen Stichtag um 1370 bzw. 1480 Einheiten tiefer (-20% und -17%). Daneben gab es eine Reduktion von 16% bei den Dreizimmerwohnungen, von 13% bei den Vierzimmerwohnungen und von 8% bei den Fünfzimmerwohnungen. Einzig die Kategorie der Wohnungen mit 6 und mehr Zimmern hat sich auf dem Vorjahresstand gehalten. BUNDESAMT FÜR STATISTIK Informationsdienst ______________ Auskunft: Kamel Chaouach, BFS, Abteilung Volkswirtschaft und Preise, Tel. 032 713 62 56 Publikationsbestellungen: Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E- Mail: Ruedi.Jost@bfs.admin.ch Neuerscheinung: BFS, Der Leerwohnungsbestand in der Schweiz, Stichtag 1. Juni 2002, Neuchâtel 2002, Bestellnummer: 072-0200, Preis: 7 Franken, anfangs Dezember erhältlich. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS http://www.statistik.admin.ch 27.09.02

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