Bundesamt für Statistik

Strassenverkehrsunfälle 2001

Weniger Tote, Stabilisierung der Anzahl Verletzter

    Neuenburg (ots) - Letztes Jahr haben in der Schweiz 544 Personen bei Strassenverkehrsunfällen ihr Leben verloren. Obwohl nach wie vor hoch, liegt diese Zahl trotzdem 8% unter dem Wert des Jahres 2000, als man 592 getötete Personen gezählt hatte. Weniger positiv präsentiert sich die Situation bei den Verletzten. 2001 wurden 30'160 Personen bei Strassenverkehrsunfällen verletzt. Das sind 102 Opfer mehr (+0,3%) als vor Jahresfrist. Soweit einige wichtige Ergebnisse einer Auswertung des Bundesamtes für Statistik, die auf den polizeilich registrierten und gemeldeten Strassenverkehrsunfällen basiert.

    Seit dem Rekordjahr 1971 (1'773 Todesopfer) ist die Anzahl Personen, die jährlich auf den Schweizer Strassen bei Unfällen den Tod finden, stark zurückgegangen. Ab 1996 kam die Entwicklung praktisch zum Erliegen, stabilisierte sich doch danach die Zahl der Todesopfer bei rund 600 Fällen pro Jahr. Das Ergebnis von 2001 (8% Tote weniger) deutet auf eine Rückkehr zur Abwärtstendenz vom Anfang der 70er-Jahre hin.

    Die Zahl der Verletzten ist nur geringfügig von 30'058 (Jahr 2000) auf 30'160 Personen (2001) gestiegen. Damit scheint der seit 1996 zu beobachtende, besorgniserregende Aufwärtstrend gebrochen; damals hatte man noch lediglich 26'500 verletzte Personen gezählt. Das Ergebnis erklärt sich durch den schwachen Anstieg  der Anzahl leicht verletzter Personen (2001: 23'966; 2000: 23'867) bei gleichzeitigem Verharren der Anzahl Schwerverletzter auf dem Stand von 1996, d.h. bei rund 6200 Personen (2001: 6194). Die Stabilisierungstendenz zeigt jedoch ebenfalls, dass es in Sachen Sicherheit auf der Strasse noch viel zu tun gibt. So widmet sich denn auch das Programm «Vision Zero» des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation diesem Thema.

    Sicherheit der Fussgänger weiterhin besorgniserregend

    Fussgängerinnen und Fussgänger sind die verwundbarsten Verkehrsteilnehmer. Unter ihnen finden sich viele Kinder, ältere und behinderte Personen - kurz, Menschen, welche die üblichen Verkehrsmittel nur beschränkt benützen können. Nicht zuletzt aus diesem Grund gilt ihnen besondere Aufmerksamkeit. Die Anzahl Strassenverkehrsopfer unter den Fussgängern ist im Berichtsjahr zwar tiefer ausgefallen als in den beiden Vorjahren, ist jedoch mit 9% aller Verunfallten nach wie vor hoch (2001: 2707 Verunfallte). Sie teilt sich wie folgt auf: 104 getötete, 934 schwer verletzte und 1669 leicht verletzte Personen.

    Bei den Fahrzeugbenutzenden fällt eine markante Verringerung der Anzahl getöteter Mitfahrer und Mitfahrerinnen auf (2001: 66; 2000: 86; 1999: 102).

    Mögliche Unfallursachen

    Als mögliche Unfallursachen wurden 2001 in den Polizeirapporten am häufigsten Unaufmerksamkeit, Nichtbeachtung der Vorfahrt, überhöhte Geschwindigkeit und der Zustand des Lenkers bzw. der Lenkerin genannt (Alkohol- oder Drogeneinfluss, momentane Schwäche). Unter den Unfällen mit Personenschaden machen diese vier Kategorien 20%, 18%, 16% und 10% der genannten Gründe aus.

    Was hingegen die Unfälle mit Todesopfern angeht, ist überhöhte Geschwindigkeit die wichtigste Ursache (24%), gefolgt vom Zustand der lenkenden Person (18%) und von Unaufmerksamkeit (15%).

    Die oben erwähnten Informationen stammen aus Polizeirapporten, die direkt am Unfallort erstellt und anschliessend an das Bundesamt für Statistik weitergeleitet wurden. Sie betreffen sämtliche Unfälle mit Personenschaden (ein oder mehrere Verletzte oder Getötete) in der Schweiz im Jahr 2001.

ots Originaltext: BFS
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ARE / BFS, Mobilität in der Schweiz, Ergebnisse des Mikrozensus 2000
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