Bundesamt für Statistik

Inverkehrsetzung neuer Strassenfahrzeuge 2001

Stabilisierung der Anzahl neuer Strassenfahrzeuge 2001

    Neuenburg (ots) - Die Anzahl in Verkehr gesetzter neuer Strassenfahrzeuge hat sich stabilisiert. Dies ist das Hauptergebnis der gleichnamigen Statistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) für das Jahr 2001. Nach einem steilen Anstieg seit 1994 (durchschnittlich 3,9% pro Jahr) verlangsamte sich die Entwicklung 2001 massiv. Im Jahr 2000 waren 417'900 neue Strassenfahrzeuge in Verkehr gesetzt worden, und 2001 waren es deren 420'300; dies entspricht nur noch einer Steigerung von knapp 0,6%.

    Personenwagen: Reduktion der Erneuerungsrate und technische Entwicklung

    Am 30. September 2001 waren 3'629'700 Personenwagen immatrikuliert. Im Verlauf des Berichtsjahres wurden 314'580 neue Personenwagen in Verkehr gesetzt, was 8,7% des Gesamtfahrzeugbestandes oder etwas mehr als einem von zwölf Wagen entspricht. Dieser Prozentsatz ist seit Mitte der 90er-Jahre relativ konstant, liegt aber deutlich unter jenem der 80er-Jahre von 11% bis 12% (etwas mehr als einer von neun Wagen). Dieser Umstand lässt sich dadurch erklären, dass die heutzutage in Verkehr gesetzten Fahrzeuge wegen ihrer grösseren Robustheit länger in Gebrauch bleiben. Hinzu kommt, dass immer mehr Haushalte in der Schweiz mehr als ein Auto besitzen, wie die Erhebung 2000 über das Verkehrsverhalten der Bevölkerung gezeigt hat, und dass die mittlere Anzahl zurückgelegter Kilometer pro Wagen seit 20 Jahren stetig abnimmt (1983: ca. 14'000 km; 1999: ca. 12'800 km).

    Während sich die Zahl der jährlich in Verkehr gesetzten neuen Personenwagen seit 1999 kaum verändert hat (2000: 314'500; 1999: 314'700), ist die Struktur des Fahrzeugbestandes einem ständigen Wandel unterworfen. Immer mehr Käuferinnen und Käufer entscheiden sich für Allradantrieb (4x4), Kombi-Wagen oder Wagen mit Automatikgetriebe. Zwischen 1990 und 2001 hat sich der Anteil der 4x4-Wagen von 15% auf 19% erhöht; mit anderen Worten verfügt heute einer von fünf neuen Personenwagen über Allradantrieb. In derselben Zeit legten die Kombi-Wagen von 16% auf 23% zu. Grossen Erfolg hatten auch die Fahrzeuge mit Automatikgetriebe: Hatten sie 1990 noch lediglich 19% des Totals ausgemacht, kamen sie 2001 auf 27%, d.h. auf mehr als ein Viertel. Die spektakulärste Entwicklung ereignete sich jedoch bei den Dieselmotoren, die 1995 nur in 4% der Neuwagen zu finden waren, 2001 aber in mehr als 13%.

    Kräftiger Aufwärtstrend auch bei den neuen Wagen mit einem Hubraum über 2000cm3: 2001 gehörten 27,5% der immatrikulierten Wagen zu dieser Kategorie, während es 2000 weniger als 25% gewesen waren. Diese Steigerung ereignete sich auf Kosten der Wagen mit einem Hubraum unter 1800 cm3, deren Anteil 2001 auf 44,7% schmolz (2000: 47,9%). Wie bereits im Jahr 2000 verteilen sich im Berichtsjahr mehr als 50% der Neuwagen auf die sieben Marken VW, Opel, Renault, Toyota, Audi, Peugeot und Mercedes.

    Sachentransportfahrzeuge: Erholung bestätigt

    Der Absatz von Nutzfahrzeugen reagiert besonders sensibel auf konjunkturelle Ausschläge. Dies zeigte sich zum Beispiel am starken Rückgang zu Beginn der 90er-Jahre (1990-1993), als der Verkauf um 49% einbrach. Mit 28'502 immatrikulierten Nutzfahrzeugen bestätigte sich 2001 das Wachstum, das Mitte der 90er-Jahre eingesetzt hatte, und übertraf den Rekord von 1990 (26'281 in Verkehr gesetzte Nutzfahrzeuge) bei weitem.

    Wachstum bei den Zweirädern mit kleinem Hubraum stabilisiert

    Seit 1995, d.h. seit es Jugendlichen ab 16 Jahren erlaubt ist, mit einem Ausweis F leichte Motorräder mit einem Hubraum unter 50cm3 zu fahren, sind diese Fahrzeuge stark im Kommen. Nachdem sie 1990 noch lediglich 10% aller neuen Motorräder ausgemacht hatten, scheint nun eine Stabilisierung eingetreten zu sein, wurde doch zum vierten aufeinanderfolgenden Mal ein entsprechender Anteil von rund 40% registriert.

ots Originaltext: BFS
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812.010d(f), ab Anfang März 2002 lieferbar.

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