Bundesamt für Statistik

Universitäre Hochschulen 2000 - Leichte Zunahme von Aufwand und Personal

    Neuenburg (ots) - Im Jahr 2000 belief sich der Aufwand der universitären Hochschulen auf 4,1 Milliarden Franken, ein Plus von real 1,7% verglichen mit 1999. Während derselben Periode weiteten sich die Personalressourcen der universitären Hochschulen um 0,8% auf 26'300 Vollzeitäquivalente aus. Dies geht aus den neusten vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Ergebnissen zu Finanzen und Personal im universitären Hochschulbereich hervor.     Grosse Unterschiede bei der Herkunft der Mittel     Der Aufwand der universitären Hochschulen in der Schweiz belief sich im Jahr 2000 insgesamt auf 4,1 Milliarden Franken. In dieser Summe sind die Ausgaben für die klinische Ausbildung an den Universitätsspitälern nicht enthalten. Gegenüber dem Vorjahr ist insgesamt ein leichter realer Anstieg von 1,7% oder 68,3 Millionen Franken festzustellen.

    Der Bund ist der wichtigste Geldgeber der universitären Hochschulen, machen doch seine Beiträge 46% der gesamten Mittel aus. Besonders hoch ist der Bundesanteil für die EPFL (93%) und die ETHZ (94%). Die Kantone stellen insgesamt 40% der Mittel aller Hochschulen bereit. Für die kantonalen Universitäten alleine beträgt dieser Anteil 58%. Die übrigen Mittel - hauptsächlich Erträge aus Forschungsaufträgen des Privatsektors und aus Dienstleistungen sowie Studiengebühren  decken 14% des Gesamtaufwands.

    Die Hälfte der Männer und ein Drittel der Frauen arbeiten Vollzeit

    Die universitären Hochschulen beschäftigten im Jahr 2000 insgesamt 39'200 Personen, die zusammen 26'300 Vollzeitäquivalente (VZÄ) auf sich vereinten. Damit hat, im Vergleich zum Vorjahr, die Zahl der Beschäftigten um 1,4% und jene der VZÄ um 1,3% zugenommen.

    Der Beschäftigungsgrad variiert je nach Personalgruppe und Geschlecht und betrug im Gesamtdurchschnitt 67%. Bei den Professorinnen und Professoren erreichte er 92%, beim oberen Mittelbau 43%, beim unteren Mittelbau 70% und beim administrativen und technischen Personal 76%. Lediglich ein Drittel der Frauen (29%), aber fast die Hälfte der Männer besetzten 2000 eine Vollzeitstelle.

    Ressourcen für Lehre, Forschung und Entwicklung sowie übrige Aktivitäten

    Die Mittel der universitären Hochschulen zur Deckung des Personal- und Sachaufwands stammen aus drei verschiedenen Quellen: aus dem ordentlichen Budget der Hochschulen (3,3 Milliarden Franken), vom Schweizerischen Nationalfonds (0,25 Milliarden Franken) und aus übrigen Drittmitteln (0,55 Milliarden Franken). Mit diesen insgesamt 4,1 Milliarden Franken werden finanziert: Forschung und Entwicklung (F+E; 1,9 Milliarden Franken), Lehre (1,5 Milliarden Franken) sowie übrige Aktivitäten (Dienstleistungen für die Öffentlichkeit, Gutachten, Verwaltung usw.; 0,7 Milliarden Franken). Der grösste Anteil der personellen und finanziellen Ressourcen kommt somit der F+E zu.

    Diese Ergebnisse stammen aus einer Erhebung der universitären Hochschulen, die hauptsächlich auf Schätzungen anhand von Befragungen des akademischen Personals oder der Universitätsinstitute beruht. Im Vergleich zu früheren Jahren blieben der Zeitaufwand des Hochschulpersonals für die verschiedenen Aktivitäten und deren Finanzierung ziemlich stabil.

    Lehre: Wichtigster Tätigkeitsbereich des oberen Mittelbaus

    Die Personalgruppen (Professuren, oberer Mittelbau, Assistierende und wissenschaftliche Mitarbeitende, administratives und technisches Personal) verteilen ihre Zeit unterschiedlich auf die drei Aktivitäten. Hauptaktivität der Assistierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitenden ist die F+E (55,3%), während beim oberen Mittelbau (50,1%) und bei den Professorinnen bzw. Professoren (44%) die Lehre dominiert.

    Forschung und Entwicklung: Mehr Vollzeitäquivalente und mehr Zeit in den «harten» Wissenschaften

    71% der insgesamt für F+E eingesetzten Vollzeitäquivalente konzentrieren sich auf die Exakten und Naturwissenschaften (4300 VZÄ), die Medizin und Pharmazie (2650 VZÄ) sowie schliesslich die Technischen Wissenschaften (2100 VZÄ). In diesen Disziplinen wird auch am meisten Arbeitszeit für die F+E aufgewendet, allen voran in den Exakten und Naturwissenschaften (58%).

    In der Lehre haben die Geistes- und Sozialwissenschaften weniger
Vollzeitäquivalente vorzuweisen als die «harten» Wissenschaften (2700
gegenüber 5200); ihr Personal wendet dagegen insbesondere im
interdisziplinären Bereich (46%) und in den Rechtswissenschaften
(48%) mehr Zeit für die Lehre auf als für die Forschung.

ots Originaltext: BFS
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