Bundesamt für Statistik

Hotelaufenthalte in der Schweiz

Erste provisorische Ergebnisse

    Neuenburg (ots) - Gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) verzeichneten die Schweizer Hotelbetriebe im September 2001 mit 3,13 Mio. Logiernächten gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode einen Rückgang (-302'000/-8,8%). Das diesjährige Septemberergebnis liegt jedoch nur 1,5% unter dem Mittel der letzten fünf Jahre. Während bei der Kundschaft aus dem Inland eine Abnahme um 4,8% (-71'000) auf 1,41 Millionen registriert wurde, verminderte sich die Nachfrage der ausländischen Gäste um 12% (-231'000) auf 1,72 Mio. Übernachtungen.

    Die Einbussen dürften nebst der kühlen und sonnenarmen Witterung, der Erstarkung des Schweizerfrankens, der Konjunkturabschwächung in den USA sowie den wirtschaftlichen Unsicherheiten in Japan zu einem grossen Teil auf die Terroranschläge in den USA zurückzuführen sein. Der deutlichste Einbruch war bei der US-amerikanischen Kundschaft zu beobachten (-92'000 Logiernächte/-34%). Bei den Gästen aus den USA ist jedoch zu berücksichtigen, dass deren Reiseverhalten im Jahr 2000 von zwei ausserordentlichen Grossanlässen in Europa geprägt war (Passionsspiele in Deutschland sowie das Heilige Jahr in Italien). So waren bei dieser Gästegruppe bereits in den Monaten Mai bis August 2001 spürbare Frequenzeinbussen zu beobachten (Mai 9,6% weniger Logiernächte als in der entsprechenden Vorjahresperiode, Juni -8,9%, Juli -14%, August -19%). Ebenfalls spürbar weniger Gäste erschienen im September 2001 aus Deutschland (69'000 Logiernächte weniger/-10%), aus Japan (-26'000/-22%) sowie aus dem Vereinigten Königreich (-9200/-4,8%) . Eine nennenswerte Erhöhung der Übernachtungszahl war bei der Kundschaft aus den Golfstaaten (+7900/+56%) sowie der Russischen Föderation zu beobachten (+2600/+20%).

    Von Januar bis September 2001 ermittelte das BFS für die Schweizer Hotellerie 27,72 Mio. Übernachtungen, 286'000 oder 1% weniger als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Der Binnentourismus erhöhte sich dabei um 0,3% auf 11,39 Mio. Hotelaufenthalte, während sich die Nachfrage aus dem Ausland um 1,9% auf 16,33 Mio. abschwächte.

    Die Schweizer Jugendherbergen (SJH) meldeten für die ersten neun Monate des Jahres 2001 mit 715'000 Übernachtungen eine Zunahme um 4,5%, wobei bei den Gästen aus dem Inland ein Frequenzgewinn von 6,2% und bei der Kundschaft aus dem Ausland eine Zunahme von 2,4% registriert wurde.

    Detailliertere Übersichten (regionalisierte Daten sowie weitere Länder) sind in ca. 10 Tagen verfügbar. Die Monatsberichte des BFS über den Tourismus in der Schweiz sind jeweils zwei Monate nach Abschluss des Berichtsmonats erhältlich.

ots Originaltext: BFS
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Antonio Di Nardo und Barbara Jeanneret, Sektion Tourismus
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