Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke

Uno-Konferenz für Handel und Entwicklung in Sao Paolo: Hilfswerke fordern Bundesrat auf, sich für starke UNCTAD einzusetzen

    Bern (ots) - Die Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke fordert den Bundesrat auf, sich an der Uno-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD XI), die am Sonntag in Sao Paolo beginnt, für eine unabhängige und starke UNCTAD einzusetzen. Es sei wichtig, dass Organisationen in weltwirtschaftlichen Fragen mitentscheiden könnten, die den Entwicklungsländern nahe stünden. Die Hilfswerke kritisieren das Vorhaben der Industrieländer, die Kompetenzen der UNCTAD zu beschneiden.

    Im Kern gehe es an der UNCTAD-Konferenz von nächster Woche darum, "wer in der Weltwirtschaft mitreden und mitentscheiden darf", erklärte Peter Niggli, Geschäftsleiter der Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke in Bern. Die Industrieländer wollten in Sao Paolo die UNCTAD zu einer "Unterorganisation der WTO machen und dem wirtschaftstheoretischen Kanon von Weltbank und Währungsfonds unterstellen". Es brauche aber eine kompetente und unabhängige Uno-Organisation, die dem "uniformen wirtschaftspolitischen Diktat" von IWF und Weltbank eine kritische Stimme gegenübersetzen könne, sagte Niggli.

    Wie die andern Industrieländer wolle auch die Schweiz die UNCTAD auf technische Hilfeleistungen beschränken, kritiserte die entwicklungspolitische Dachorganisation der grossen Hilfswerke. Sie forderte den Bundesrat auf, seine Position zu überdenken. Er solle sich in Sao Paolo für eine starke und unabhängige UNCTAD einsetzen und dafür, dass die Entwicklungsländer wieder mehr Spielraum für eine eigenständige Entwicklungspolitik erhalten.

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Peter Niggli
Tel. +41/31/390'93'30 oder 079/262'69'27



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