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E-Bikes: Zuverlässig, aber nicht makellos

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Bern (ots) - E-Bikes werden immer beliebter. Im Jahr 2016 kamen rund 76'000 neue E-Bikes auf die Schweizer Strassen. Dies entspricht einer Zunahme von 14% gegenüber 2015. Im vergangenen Sommer führte der TCS das Angebot "TCS Bike Assistance" ein. Damit reagierte er auf die steigende Nachfrage von E-Bikern nach Versicherungsschutz bei Pannen, Diebstählen oder Unfällen. Eine erste Bilanz zeigt, dass mehr als ein Drittel der Interventionen bei Pannen wegen Elektromotorproblemen oder Schäden an der Batterie nötig waren.

Heute sind auf Schweizer Strassen mehr als 400'000 E-Bikes unterwegs. Der dichte Verkehr in den Schweizer Städten ist einer der Faktoren , weshalb vom Auto auf das Zweirad mit Elektromotorunterstützung umgestiegen wird. Innert weniger Jahre entwickelte sich das bei Senioren, Pendlern sowie jungen Familien mit Kindern sehr beliebte E-Bike zu einer echten Alternative zu anderen Transportmitteln.

Die häufigsten Pannen

Die technisch komplexen E-Bikes sind zwar robuster gebaut als ein normales Fahrrad, doch auch sie zeigen früher oder später Anzeichen von Ermüdung und Verschleiss. Die ersten Erhebungen des TCS zu den Pannenfällen zeigen auf: am häufigsten sind Probleme mit den Reifen (43%), gefolgt von Pannen wegen der Batterie (29%). Auf Platz drei der Pannenstatistik sind Schäden an der Kette (21%), seltener sind Übertragungsprobleme bei den Pedalen oder Probleme mit dem Motor (7%).

Velofahren wird vielfältiger

Das im Vergleich zu Modellen ohne Hilfsmotor grundsätzlich kostspieligere E-Bike findet sich zunehmend auch in der Share Economy. Dies belegt der zunehmende Erfolg von carvelo2go, der Schweizer Sharing-Plattform für eCargo-Bikes, welche von der Mobilitätsakademie des TCS und vom Förderfonds Engagement Migros ins Leben gerufen wurde. E Cargo Bikes können je nach Ausführung nebst dem Fahrer Lasten von bis zu 150 Kilogramm transportieren. Ideal also für den Einkauf in der Stadt. 2017 erweiterte carvelo2go sein Angebot und schuf 60 zusätzliche Stationen, von denen es schweizweit mittlerweile 120 gibt. Bisher war eCargo-Bikes in den Städten Bern, St.Gallen, Basel und Vevey vertreten. Angesichts des Erfolges werden die Lastenräder in den kommenden Monaten auch in Zürich, Winterthur, Luzern, Baden und Lausanne zur Verfügung stehen.

Fahren Sie sicher!

Das E-Bike ist gerade auch für Seniorinnen und Senioren ein ideales Fortbewegungsmittel, um körperlich in Form zu bleiben und auf umweltverträgliche Weise mobil zu sein. Doch es ist Vorsicht geboten: E-Bikes können Spitzengeschwindigkeiten von 45 km/h erreichen. Die hohen Geschwindigkeiten mit denen E-Bikes unterwegs sind, können Neulenker, aber auch andere Verkehrsteilnehmer überraschen, was zu einem erhöhten Unfallrisiko führt. Der TCS empfiehlt aus diesem Grund allen Neulenkern, insbesondere Seniorinnen und Senioren, einen Einführungskurs für E-Bikes zu absolvieren.

E-Bikes in zwei Ausführungen

Das immer leistungsstärkere und ergonomischere E-Bike gibt es in zwei Kategorien: die sogenannt "langsamen" Velos, die aus einer Unterstützung in den Pedalen bestehen und bis zu 25km/h erreichen und die "schnellen" Velos, die bis zu 45 km/h erreichen können. Im Jahr 2016 haben laut Velosuisse, der Vereinigung der Schweizer Veloimporteure, 78% der Käufer ein langsames E-Bike erworben, während sich 22% für ein schnelles Modell entschieden haben. Für letzteres, das eine Motorleistung bis zu 1000 Watt erreichen kann, sind das Tragen eines Fahrradhelmes gemäss Norm EN 1078, ein Führerschein der Kategorie M sowie eine Kontrollplakette mit einer gültigen Versicherungsvignette Vorschrift.

Tipps für den Unterhalt

Die Lebensdauer eines E-Bikes hängt von dessen Unterhalt ab. Dieser unterscheidet sich kaum von demjenigen eines herkömmlichen Velos. Reparaturen sind manchmal teuer und können bis zu CHF 1000 oder mehr kosten. Ein sachgemässer regelmässiger Unterhalt beugt solchen Auslagen vor. Durch Aufhängen des Velos werden die Reifen hervorragend geschützt. Der auf der Seite der Pneus angegebene Reifendruck muss stimmen. Bei starkem Schmutz ist die Reinigung der Kette mit einer Bürste und einigen Tropfen Öl erforderlich. Die Bremsbeläge müssen regelmässig kontrolliert werden, denn sie nutzen sich im Vergleich zu herkömmlichen Velos rascher ab. Die Batterie muss nach jeder Fahrt aufgeladen werden. Wird das Velo lange nicht benutzt, muss die Batterie herausgenommen und an einem trockenen und vor direktem Sonnenlicht geschützten Ort aufbewahrt werden. Diese Massnahmen verlängern die Lebensdauer.

Kontakt:

Daniel Graf, Mediensprecher TCS, 058 827 34 03, daniel.graf@tcs.ch



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