Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero - TCS

Ordentliche Delegiertenversammlung des TCS in Basel: Klare Forderungen zum NAF und Bekenntnis zum Gotthardsanierungstunnel

Ordentliche Delegiertenversammlung des TCS in Basel:
Klare Forderungen zum NAF und Bekenntnis zum Gotthardsanierungstunnel
Reélection du Président Central Peter Goetschi / Wiederwahl Zentralpräsidenten Peter Goetschi Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100000091 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero - TCS/Emanuel Freudiger"

Bern (ots) - Anlässlich der ordentlichen Delegiertenversammlung des TCS in Basel wurde Zentralpräsident Peter Goetschi im Amt bestätigt. Mit grossem Mehr verabschiedeten die Delegierten eine Resolution zum Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF), in der sie mit Nachdruck eine konsequente Gleichbehandlung von Strasse und Schiene fordern. Ein klares Votum gab es ebenfalls für den Bau eines Sanierungstunnels am Gotthard. Darüber hinaus gab der TCS für das Jahr 2014 einen Nettoumsatz von CHF 326 Mio. und ein konsolidiertes Ergebnis von CHF 3.4 Mio. bekannt.

Am Freitag, 26. Juni, fand in Basel die ordentliche Delegiertenversammlung des Touring Club Schweiz statt. Neben dem obligaten statutarischen Rückblick auf das Jahr 2014 standen Wiederwahlen für den Zentralpräsidenten und den Verwaltungsrat sowie verkehrspolitische Themen im Zentrum der Versammlung des grössten Mobilitätsclubs der Schweiz.

Auch im 2014 immer an der Seite seiner Mitglieder Das Jahr 2014 des TCS stand im Zeichen der Konsolidierung. Die Folgeprobleme des im Vorjahr eingeführten Customer Relationship Management (CRM) prägten das Geschäftsjahr. Die entstandenen Qualitätsprobleme konnten im Laufe des Jahres behoben werden. Die damit verbundenen Einschränkungen der Marketingtätigkeiten drückten aber auf den Umsatz und das Jahresergebnis. Trotz dieser Schwierigkeiten wurden im Kontaktcenter CC, der zentralen Anlaufstelle für Mitglieder, 1.2 Mio. schriftliche und telefonische Kontakte beantwortet. Die Kontaktstellen der Sektionen blicken ebenfalls auf ein intensives Jahr zurück. So erteilten sie zahlreiche Auskünfte betreffend die Mitgliedschaft und die Dienstleistungen des TCS. Bei der Einsatzzentrale der Pannen- und Unfallhilfe gingen unter der Nummer 0800 140 140 rund 530'000 Anrufe ein. Diese führten zu über 380'000 Pannen- und Unfallhilfen, welche durch die TCS Patrouille und ihre Partner ausgeführt wurden. Die ETI-Einsatzzentrale verzeichnete im Berichtsjahr 108'998 Anrufe. Für TCS-Zentralpräsident Peter Goetschi "ein eindrücklicher Beweis, dass wir das Motto TCS - immer an meiner Seite" - auch leben.

Stark ausbauen konnte der TCS das nun schon seit Jahrzehnten betriebene B2B-Geschäft in der Fahrzeugassistance. Die positiven Auswirkungen dieser Aktivität auf den Umsatz werden erst im Ergebnis 2015 sichtbar. Im Versicherungsbereich sind die Produkte TCS Verkehrs- und Privatrechtsschutz nach wie vor gut positioniert. Rund 45'200 Teilnehmer besuchten die von TCS Training & Events AG 4'630 durchgeführten Kurse und Verkehrssicherheitstrainings. Die beiden TCS Hotels sowie die 27 Campingplätze verzeichneten leichte, zum Teil wetterbedingte Umsatzrückgänge. Die Mobilitätsakademie baute ihre Position auf dem Gebiet der E-Mobilität sowie der kollaborativen Mobilität weiter aus.

Klare Forderungen zum Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) Mit grossem Mehr verabschiedeten Resolution stellt die Delegiertenversammlung des TCS klare Forderungen für die NAF-Vorlage. Vorab sollen Bund und Kantone verpflichtet werden, das Strassennetz leistungsfähig zu halten. Zweitens verlangen sie die Erhöhung des zweckgebundenen Mineralölsteueranteil von heute 50 Prozent auf mindestens 60 Prozent. Drittens ist für die Delegierten des TCS eine Erhöhung des Mineralölsteuerzuschlags um bis zu 3 statt wie geplant bis zu 6 Rappen statthaft, sofern die übrigen Einnahmen nicht zur Finanzierung umsetzungsreifer Projekte ausreichen. Viertens muss sichergestellt werden, dass die Autoimportsteuer in jedem Fall der Strasse zugutekommt. Fünftens dürfen aus dem NAF definitiv keine Bahnprojekte finanziert werden.

Eindrückliches Bekenntnis zur Sanierungsröhre am Gotthard. Auch die Sanierungsröhre am Gotthard war ein zentrales Thema. Für den TCS ist die Sanierung am Gotthard mit einer zweiten Röhre klar die bessere und nachhaltigere Lösung, die den Autofahrern dauerhaft mehr Sicherheit bringt. Eine Sanierung mit Bahnverlad würde dagegen gigantische Verladeanlagen in Uri und im Tessin bedingen, die dort niemand will. In drei Jahren müssten sie dann wieder geräumt werden, nur um bei der nächsten Sanierung wieder aufgebaut zu werden. Für TCS-Vizepräsident Thierry Burkart "ein wirtschaftlicher Unsinn, der zudem wegen des Umwegverkehrs auch auf anderen Strecken ein Verkehrschaos auslösen würde."

Erneuerungswahlen

Der seit 2012 amtierende Zentralpräsident Peter Goetschi wurde einstimmig für eine weitere Amtsperiode von drei Jahren gewählt. Der 49-jährige Freiburger Rechtsanwalt wird dem grössten Mobilitätsclub der Schweiz damit für weitere drei Jahre vorstehen. Weitere 13 Verwaltungsräte, die ebenfalls zur Wiederwahl standen, wurden klar in ihrem Amt bestätigt. Darüber hinaus kam es zu folgenden Mutationen: Als Nachfolger der aus dem Amt scheidenden Verwaltungsräte Oskar Vollenweider, Peter Steiner und Urs Jakober wurden die Herren Toni Epp (Uri), Peter Schilliger (Waldstätte) und Thomas Ulrich (Zug) gewählt.

Resolutionstext betreffend NAF (Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds) Die Schaffung eines Strassenfonds ist für den TCS seit Jahren ein prioritäres Anliegen. Mit dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) und dem dazugehörenden Strategischen Entwicklungsprogramm (STEP) soll ein langfristiges Konzept für den Ausbau und die Finanzierung der Strasseninfrastruktur geschaffen werden. Für den TCS ist es zentral, dass mit dieser Vorlage eine konsequente Gleichbehandlung der Strasseninfrastruktur analog der Bahn-Infrastruktur geschaffen wird. Damit die Vorlage diesen Vorgaben gerecht wird und der TCS sie auch aktiv unterstützen kann, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

1. Die Vorlage enthält einen Zweckartikel auf Verfassungsstufe, der den Bund und die Kantone verpflichtet, eine leistungsfähige Strasseninfrastruktur bereitzustellen.

2. Der zweckgebundene Anteil der Mineralölsteuer wird von 50% auf 60% erhöht. Wird der Finanzbedarf im Rahmen der parlamentarischen Beratungen erhöht (z.B. durch Aufnahme des Netzbeschlusses), hat die Finanzierung in erster Linie über eine weitere Erhöhung des zweckgebundenen Anteils der Mineralölsteuer zu erfolgen.

3. Sollten trotz Neuverteilung der Zweckbindung der Mineralölsteuer weitere zusätzliche Mittel notwendig sein, so könnte eine moderate Erhöhung des Mineralölsteuerzuschlags von höchstens 3 Rappen in Betrachtung gezogen werden.

4. Die Einnahmen der Automobilsteuer sind zu 100% dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds zuzuweisen, unabhängig von der Finanzlage des Bundes oder der Spezialfinanzierung Strassenverkehr.

5. Im Rahmen der Agglomerationsprogramme werden nur Projekte des Strassenverkehrs und des strassengebundenen öffentlichen Verkehrs über den NAF mitfinanziert.

Aktualisierung vom 29.06.2015, 12.00h. Wahlergebnis für Peter Goetschi war einstimmig.

Kontakt:

Stephan Müller, Mediensprecher TCS, 058 827 34 41, 079 302 16 36,
stephan.mueller@tcs.ch



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