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Hitzefalle Auto: Vorsicht beim Parkieren in der Sonne

Hitzefalle Auto: Vorsicht beim Parkieren in der Sonne
Vorsicht beim Parkieren in der Sonne Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100000091 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero - TCS/EMANUEL PER FREUDIGER"

Bern (ots) - Emmen, 25. Juni 2015. In der kräftigen Sommersonne abgestellte Fahrzeuge können schon in kurzer Zeit gefährlich heiss werden: Auf der Oberfläche bis zu 80 Grad Celsius und auch im Innenraum deutlich über 40 Grad. Der TCS hat genau nachgemessen, wie sich ein Auto aufheizt und zeigt, wie man Risiken für Mensch und Tier vorbeugen kann.

Bei den Messungen wurden mit UV-Scheinwerfern die Bedingungen eines durchschnittlichen europäischen Sommertags bei 25 Grad Aussentemperatur im Labor nachgestellt. Dabei hat sich gezeigt, dass sich bei direkter Sonneinstrahlung auf den Oberflächen und im Innenraum eines Autos ziemlich rasch Temperaturen entwickeln können, die für Menschen und Tiere schädlich und gefährlich sein können.

Schon nach 20 Minuten bis zu 70 Grad

Was ihre Aussenhülle betrifft, so heizen sich Autos gleich in den ersten 20 Minuten am stärksten auf. Zudem zeigen sich auch deutliche Unterschiede aufgrund der Lackierung: Bei einem weissen Auto steigt die Aussentemperatur nach 20 Minuten von 25 auf 55 Grad, bei einem schwarzen Auto steigt das Thermometer nach der gleichen Zeitspanne aber schon auf ganze 70 Grad. Anschliessend steigt die Temperatur zwar nicht mehr so stark an, nach einer Stunde hat das weisse Auto aber dennoch mehr als 60 Grad und das schwarze Auto rund 80 Grad. Weil ein schwarzes Fahrzeug mehr Sonnenstrahlen absorbiert, heizt es sich auch entsprechend rascher und stärker auf. Beide Lackierungen sind aber bereits nach kurzer Zeit so heiss, dass eine Berührung Verbrennungen und Hautschäden verursachen kann.

Kritische Temperaturen für Menschen und Tiere Im Innenraum heizen sich Fahrzeuge unabhängig von ihrer Lackierung etwa gleichmässig auf. Dennoch erreichen die Temperaturen auch hier ziemlich rasch Dimensionen, die für Menschen und Tiere kritisch sein können: Nach 60 Minuten beträgt die Temperatur auf dem Armaturenbrett fast 80°C und auf Kopfhöhe fast 45°C.

Sonnenschutzfolie besser als offene Fenster Während die Oberflächentemperatur eines Fahrzeugs nur mit einem schattigen Parkplatz tiefer gehalten werden kann, gibt es durchaus eine Möglichkeit, die Innenraumtemperatur auch bei direkter Sonneinstrahlung auf einem erträglichen Niveau zu halten. Zwar haben leicht geöffnete Fensterscheiben keinen signifikanten Effekt auf die Luftzirkulation und damit auf die Temperatur im Inneren, aber mit einer Sonnenschutzfolie an der Windschutzscheibe kann die Innentemperatur doch deutlich verringert werden: So liegt die Temperatur mit Folie und nach 60 Minuten auf dem Armaturenbrett lediglich bei 35°C und im Innenraum bei 32°C. Idealerweise verfügt eine Sonnenschutzfolie über eine verspiegelte und stark reflektierende Oberfläche.

Hinweise zur Vermeidung von Gesundheitsrisiken Autolackfarbe, Aussentemperaturschwankungen und ändernde Sonneneinstrahlung können ein Fahrzeug Auto zusätzlich erwärmen. Derart hohe Temperaturen können für Mensch und Tier schon nach kurzer Zeit gefährlich werden. Deshalb empfiehlt der TCS, folgende Punkte zu berücksichtigen:  

   -	Aufenthalte in geschlossenen, nicht gekühlten und direkter 
Sonneneinstrahlung ausgesetzten Fahrzeugen sind zu vermeiden. Kinder 
und Tiere sollten auch nicht für kurze Stopps zurückgelassen werden. 
-	Hautverbrennungen und Hautschädigungen können schon ab 51 Grad 
innerhalb von wenigen Sekunden eintreten. Deshalb gilt Vorsicht beim 
Einsteigen und beim Berühren von Sitzen, dem Lenkrad, dem Ganghebel 
oder anderen Innenraumkomponenten. -	Vor dem Einsteigen empfiehlt 
sich ein kurzes Durchlüften. -	Der Unterschied zwischen einem 
klimatisierten Innenraum und der Aussentemperatur sollte maximal 6 
Grad betragen. Größere Temperaturunterschiede können den Organismus 
belasten und beispielsweise zu einer Erkältung führen. 

Kontakt:

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Stephan Müller, Mediensprecher TCS, 058 827 34 41, 079 302 16 36,
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