Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero - TCS

10 TCS-Frühlingstipps für Auto, Motorrad und Velo

Bern (ots) - Der TCS hilft bei der richtigen Vorbereitung auf die wärmere Jahreszeit. 10 praktische Empfehlungen, um im Frühling und im Sommer sicher unterwegs zu sein - egal ob mit Auto, Motorrad, Velo oder E-Bike.

Die Tage werden länger und wärmer: Mit den nützlichen Hinweisen des TCS kann man sein Fahrzeug optimal vorbereiten und die sonnigeren Monate auch auf der Strasse geniessen.

3 Ratschläge fürs Auto

Erster Schritt: Gründliche Reinigung des Fahrgastraums. Für den Komfort und die Sicherheit ist das ein wichtiger Faktor. Die Teppiche herausnehmen und gegebenenfalls trocknen lassen. Um die klare Sicht zu gewährleisten, werden die Scheiben innen und aussen mit einem Glasreinigungsmittel gesäubert. Man sollte aber nicht nur sehen, sondern auch gesehen werden: Denn seit dem 1. Januar 2014 muss man in der Schweiz auch tagsüber obligatorisch mit Licht am Tag fahren (Abblendlicht oder Tagfahrleuchten). Aus diesem Grund ist es sicher auch sinnvoll, sämtliche Beleuchtungselemente zu kontrollieren oder kontrollieren zu lassen.

Zweitens empfiehlt sich eine Aussenreinigung. Die winterliche Feuchtigkeit und das Streusalz auf den Strassen haben ihre Spuren am Auto hinterlassen. Der TCS empfiehlt, die Aussenreinigung in einer Waschanlage durchzuführen, da das Schmutzwasser dort im Gegensatz zum Waschen vor dem Haus aufgefangen und wieder aufbereitet werden kann. Die Karosserie sollte vollständig mit der Hochdrucklanze abgespritzt werden, damit sämtliche klebenden oder eingetrockneten Rückstände entfernt werden. Dann spült man die Felgen, die Türschwellen und die unteren Karosserieteile, etwa die Radläufe. Falls die Felgen sehr schmutzig sind, können sie zusätzlich mit einem Schwamm bearbeitet werden. Nachdem man die Scheibenwischer aufgestellt hat, wird die Karosserie mit einer Spezialbürste gereinigt. Bei dieser Gelegenheit kontrolliert man die Wischerblätter, die im Winter oft stark beansprucht werden und eventuell ersetzt werden müssen. Das Waschen des Motorraums muss auf jeden Fall einem Spezialisten anvertraut werden, um Beschädigungen der elektrischen Teile zu vermeiden. Eine Frühlingskontrolle in einem der 19 technischen Zentren des TCS oder durch einen Garagisten hilft, nach dem Winter die sicherheitsrelevanten Komponenten zu überprüfen.

Drittens muss das Fahrzeug für den Sommer fit gemacht werden. Um Ostern herum kann man bereits daran denken, einen Termin für das Montieren der Sommerreifen zu vereinbaren. Allerdings ist gerade in höheren Lagen mit tieferen Temperaturen auch danach noch mit Wintereinbrüchen zu rechnen. Bewohner der Voralpen- und Bergregionen warten darum mit dem Reifenwechsel besser noch etwas zu. Noch einwandfreie Winterpneus mit mindestens 4 Millimetern Profil sollten an einem trockenen und kühlen Ort gelagert werden. Mit weniger Profiltiefe sollten sie auf die nächste Wintersaison hin ersetzt werden. Der TCS rät ausserdem davon ab, die Winterreifen im Sommer "auszufahren", da sie spezifisch für niedrigere Temperaturen konzipiert sind. Im Sommer ist die Bremsstrecke auf trockener und nasser Strasse mit Winterreifen wesentlich länger. Schliesslich gehören allfällige Winterausrüstungen wie Skiträger und -koffer sowie die Schneeketten in die Garage. Solche Zubehörelemente sorgen für zusätzliches Gewicht, das den Verbrauch und das Fahrverhalten des Wagens beeinflussen kann.

3 Ratschläge fürs Motorrad

Erstens ist es wichtig, die eigenen Reflexe und Fahrkenntnisse aufzufrischen. Zu diesem Zweck empfiehlt der TCS nicht nur Fahranfängern einen Motorradkurs, bevor sie sich im Frühling in den Sattel schwingen. Es empfiehlt sich allgemein, zu Beginn der Saison vorsichtig zu fahren und sich allmählich - physisch und mental - wieder ans Motorrad und den Verkehr zu gewöhnen. Besondere Vorsicht ist am frühen Morgen wegen Glättegefahr sowie an Waldrändern und auf Brücken geboten. Denken Sie auch daran, dass die Automobilisten während der vergangenen Wintermonate keine Motorradfahrer berücksichtigen mussten - Vorsicht und eine defensive Fahrweise sind stets gute Begleiter.

Zweitens ist die passende Kleidung entscheidend. Der Helm darf keine massiven Schläge erfahren haben und sollte im Zweifelsfall in einem Fachgeschäfts kontrolliert werden lassen. Das Helmvisier muss auf Kratzer überprüft und im Zweifelsfall ersetzt werden. Stiefel, Handschuhe sowie in die Motorradkleidung integrierte Knie-, Schulter- und Ellbogenschützer sind unerlässlich. Dasselbe gilt für Rückenprotektoren. Reflexbänder auf der Kleidung erhöhen die Sichtbarkeit.

Drittens ist es ratsam, das Motorrad nach der Winterpause zu überprüfen und fahrtüchtig zu machen. Vor der ersten Ausfahrt sollte man alle für die Sicherheit relevanten Teile kontrollieren. Das betrifft vor allem das Beleuchtungssystem und die Blinker, die einwandfrei funktionieren müssen. Die Reifen dürfen keine Risse aufweisen, sollten ein Profil von mindestens 2 Millimetern haben und müssen auf den vom Konstrukteur empfohlenen Druck gepumpt sein. Falls das Motorrad über eine Kette verfügt, muss diese in gutem Zustand, richtig gespannt und geschmiert sein. Gerade bei der Gabel sollte auch geprüft werden, ob Öl ausgelaufen ist. Generell gibt die Betriebsanleitung Auskunft über die auszuführenden Wartungsarbeiten. Bestehen Zweifel über den Zustand des Motorrads, lässt man es besser durch einen Fachmann kontrollieren.

4 Ratschläge fürs Velo

Auch Fahrräder benötigen im Frühling eine umfassende Reinigung, vor allem, wenn sie vor dem Einwintern weder geputzt noch geschmiert worden sind. Die Verwendung eines Hochdruckreinigers ist nicht ratsam: Man riskiert damit, dass Wasser in die Kugellager dringt und sie angreift. Idealerweise beginnt man die Vorwäsche mit dem sanften Strahl eines Gartenschlauchs oder einem Eimer voll Wasser und einem Schwamm. Für schwierig zugängliche Stellen bei der Gangschaltung, der Kette oder den Bremsen kann eine kleine Bürste verwendet werden. Hartnäckige Schmutzspuren lassen sich mit einem speziellen Reinigungsmittel für Velos besprühen, bevor sie mit einem Putzlappen gespült und getrocknet werden. Als Rostschutz reibt man zum Schluss das ganze Velo mit einem leicht mit Öl getränkten Tuch ein - selbstverständlich mit Ausnahme der Bremsen.

Zweitens gilt es, das Velo durch Schmieren fit zu machen. Die Kettenglieder liefern einen zuverlässigen Hinweis: Sobald sie glänzen, träufelt man einige Tropfen Kettenöl auf die Innenseite. Ist die Kette sehr schmutzig, lässt man sie zuerst zwischen zwei alten Nagelbürsten und anschliessend durch ein geöltes Tuch gleiten. Die Kette sollte allerdings nicht in einem Reinigungsmittel gebadet werden, da sie dadurch entfettet wird. Anschliessend gibt man einige Tropfen Öl auf die Innenseite der gesäuberten Kette und dreht dabei die Pedale rückwärts, damit sich das Fett auf alle Glieder verteilen kann. Ausserdem müssen die Ritzel, die Gelenke und der gesamte Mechanismus der Gangschaltung, die Pedallager, die Bremshebel und die Sattelfederung gereinigt und geschmiert werden. Die Aufhängungselemente der Vorderradgabel und die Hinterradschwinge benötigen ebenfalls von Zeit zu Zeit ein wenig Fett auf den Lagerbuchsen. Beim Ölen oder Fetten des Velos sollte vermieden werden, dass Schmiermittel auf die Scheiben, Bremsbeläge und Felgen gerät, da dies die Wirksamkeit der Bremsen stark beeinträchtigen kann.

Drittens muss man sich um die Reifen, die Beleuchtung und die Bremsen kümmern. Die Veloreifen haben während der Winterpause mit Sicherheit Luft verloren, weshalb der Druck, der im Allgemeinen auf den Seitenwänden der Reifen angegeben ist - zwischen 3 und 5 Bar - wieder korrigiert werden muss. Hoher Reifendruck reduziert den Rollwiderstand, aber auch die Bodenhaftung: Hoher Druck empfiehlt sich deshalb mehr für asphaltierte Strassen als fürs Gelände (Mountainbike). Eine Prüfung der Beleuchtung empfiehlt sich ebenfalls. Wenn das Licht hinten oder vorne nicht funktioniert, sind die Verkabelung und die Kontakte zu kontrollieren und gegebenenfalls defekte Lämpchen und Batterien zu ersetzen. Auch die Bremsen müssen kontrolliert werden, insbesondere die Stärke der Bremsbeläge und -klötze sowie der Zustand der Scheiben. Man kann sich zudem an einen Spezialisten wenden, der den Ölstand der Scheibenbremsen kontrolliert und weitere Arbeiten durchführt, welche für Laien zu kompliziert sind - beispielsweise die Überprüfung der Radschläge, das Zentrieren und Richten der Räder und die Einstellung der Gangschaltung.

Elektrovelos schliesslich erfordern noch zusätzliche Vorbereitungsmassnahmen. Sie müssen mit derselben Sorgfalt gepflegt werden wie herkömmliche Fahrräder, weisen aber mit dem Akku doch eine spezifische Besonderheit auf, die etwas mehr Aufmerksamkeit erfordert: Da der Akku auf Kälte empfindlich reagiert, muss er gesondert gelagert werden, idealerweise an einem trockenen Ort mit Temperaturen zwischen 10 und 20°C. Man sollte ausserdem vermeiden, dass sich der Akku vollständig entlädt. Wird er während längerer Zeit nicht gebraucht, ist er in der Regel weniger als zur Hälfte aufgeladen. Er muss darum regelmässig kontrolliert und nötigenfalls aufgeladen werden.

Kontakt:

David Venetz, Mediensprecher TCS, 058 827 34 03, david.venetz@tcs.ch 

Die TCS-Bilder sind auf Flickr -
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