Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero - TCS

Falschen Treibstoff getankt - was tun? TCS Patrouille hilft bei jährlich 5'000 Falschbetankungen

Bern (ots) - Schätzungsweise 10'000 Mal pro Jahr kommt es in der Schweiz zu einer Falschbetankung. Wer aus Versehen Benzin anstatt Diesel tankt, muss mit Kostenfolgen rechnen. Um solche Irrtümer zu vermeiden, rüsten europäische Autohersteller ihre Modelle zunehmend mit verwechslungssicheren Einfüllstutzen aus. Zudem bieten Garagen und Auto-Zubehörshops spezielle Tankdeckel an.

Schätzungsweise gibt es jährlich 10'000 Falschbetankungen in der Schweiz. In rund 5'000 Fällen leistet die TCS Patrouille Hilfe, indem sie das betroffene Auto zum TCS- Stützpunkt oder in die Garage abschleppt und das Benzin-/Dieselgemisch absaugt. Wer nach der Falschbetankung den Motor startet und mit dem Auto weiterfährt, muss unter Umständen mit Reparaturkosten in der Höhe von 3'000 bis 5'000 Franken oder mehr rechnen.

Um Verwechslungen des Treibstoffs zu vermeiden, legt der TCS Wert auf klare, unmissverständliche Beschriftungen an den Zapfsäulen. Die Autohersteller beugen der Verwechslungsgefahr vor, in dem sie ihre Neuwagen oder zumindest die Diesel-Modelle zunehmend mit verwechslungssicheren Tankstutzen ausrüsten. Das verwechslungssichere Einfüllstutzen - System "Easy Fuel" gehört bei Ford - mit Ausnahme des Modells Ka - zur Standardausrüstung. Bei BMW und Mini verfügen alle Diesel-Modelle seit 2009 serienmässig über einen Fehlbetankungsschutz. Einfüllstutzen, in die der dünnere Benzinhahn nicht eingeführt werden kann, sind seit 2010/11 vermehrt auch in Diesel-Modellen von Audi und Peugeot sowie in jüngster Zeit bei Fiat (Panda, 500L, Lancia Ypsilon), bei der neuen Mercedes S-Klasse, beim Opel Zafira Tourer 1.6 CDTI und beim VW Golf VII Standard.

Der TCS hat die Erfahrung gemacht, dass Fehlbetankungen bei solchen Fahrzeugen seltener vorkommen. Er empfiehlt den Autokäufern, sich in jedem Fall nach einem verwechslungssicheren Einfüllstutzen zu erkundigen.

Dass menschliches Versagen nie ausgeschlossen werden kann, zeigen die Fälle, wo Automobilisten bei einem leeren Tank zum Reservekanister greifen und prompt den falschen Treibstoff erwischen. Die Verwechslungsgefahr ist in solchen Fällen besonders gross.

TCS-Empfehlungen für Nachrüstung

Tankverschlüsse, die den Benzinhahn "nicht akzeptieren", sind auch für bereits gekaufte Diesel-PW unter der Bezeichnung "SoloDiesel", "OnlyDiesel» oder "Bouchon Diesel" erhältlich. Der "Bouchon Diesel" ist eine Erfindung zweier Brüder aus der Westschweiz (Patent Nr. 01147-08). Die drei aufgeführten Produkte können im Internet, bei Grossisten aber auch bei Garagen gekauft werden. Der TCS rät zum Kauf beim Garagisten. Dieser weiss, welche Ausführung zu welchem Automodell passt und ist bei der Montage behilflich.

Kontakt:

Stephan Müller, Mediensprecher TCS, 058 827 34 41, 079 302 16 36,
stephan.mueller@tcs.ch

Die TCS-Bilder sind auf Flickr -
www.flickr.com/photos/touring_club/collections.

Die TCS-Videos sind auf Youtube - www.youtube.com/tcs.

Die detaillierten Ergebnisse sind im Internet unter www.pressetcs.ch
abrufbar.



Weitere Meldungen: Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero - TCS

Das könnte Sie auch interessieren: