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Caritas Schweiz / Caritas Suisse

Steigende Nachfrage nach vergünstigten Angeboten für armutsbetroffene Menschen
Caritas-Markt mit 4 Prozent mehr Umsatz

Caritas Markt, Bild A.Schweiger / Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100000088 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Caritas Schweiz/Caritas Suisse/A.SCHWAIGER 2010 ZUERICH"

Luzern (ots) - Im Jahr 2015 haben mehr Menschen in sozialer Notlage im Caritas-Markt Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs zu stark vergünstigten Preisen eingekauft als im Vorjahr. Der Umsatz der 24 Läden des Caritas-Marktes stieg um 4 Prozent auf 13,2 Millionen Franken an. Die Zahl der Einkäufe stieg auf gegen eine Million.

Für den Detailhandel war das Jahr 2015 infolge der Frankenstärke von sinkenden Preisen und starker Konkurrenz geprägt. Diese Entwicklung kommt den 590'000 armutsbetroffenen Menschen in der Schweiz entgegen. Dass der Caritas-Markt in diesem Umfeld eine steigende Nachfrage zu ver-zeichnen hat, ist aber ein deutlicher Hinweis darauf, dass jeder Franken im Budget betroffener Fami-lien und allein lebender Personen zählt. "Wir haben auch im letzten Jahr grossen Wert darauf gelegt, das Budget von Menschen in sozialer Notlage zusätzlich zu entlasten", sagt Rolf Maurer, Geschäftsleiter der Genossenschaft Caritas-Markt. Erstmals wurden in allen Caritas-Märkten fast eine Million Einkäufe getätigt. Zum Einkauf im Caritas-Markt berechtigt eine Einkaufskarte, die das Sozialamt oder die Sozialberatung der Caritas ausstellten.

Um den wachsenden Bedarf an vergünstigten Produkten decken und ein konstant attraktives Angebot gewährleisten zu können, ist der Caritas-Markt auf verlässliche Partnerschaften mit Lieferanten angewiesen: "Erneut konnten wir auf die grosszügige Unterstützung von Coop, Migros, Denner, Spar, Manor, Nestlé, Lindt & Sprüngli sowie rund 500 weiteren Lieferanten zählen", sagt Rolf Mauer.

Günstig und gesund

Besonders gut liefen auch im vergangenen Jahr frische Früchte und Gemüse. Der Umsatz dieser Produkte stieg erneut um 9 Prozent an. Diese Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit ermöglichen unter anderem die SV-Stiftung, die Ernst Göhner Stiftung und die Gebauer-Stiftung. Sie steuerten namhafte Beträge zur Vegünstigung des Gemüse- und Früchteangebotes im Caritas-Markt bei.

Caritas-Märkte gibt es in der Deutschschweiz in Baar, Baden, Basel, Bern, Chur, Luzern, Olten, Sursee, St. Gallen, Thun, Wil, Winterthur und Zürich (2). In der Westschweiz ist der Caritas-Markt in Genf (2), La Chaux-de-Fonds, Lausanne, Morges, Neuchâtel, Renens, Vevey und Yverdon sowie mit einem mobilen Laden im Kanton Waadt vertreten.

www.caritas-markt.ch

Wer kann im Caritas-Markt einkaufen?

Für den Einkauf im Caritas-Markt braucht es eine Einkaufskarte. Sie wird von öffentlichen Sozialämtern, kirchlichen und privaten Sozialinstitutionen sowie den Regionalen Caritas-Organisationen ausgestellt. Zum Einkauf berechtigt sind finanziell benachteiligte Menschen,

   - die am oder unter dem Existenzminimum leben,
   - die Sozialhilfe beziehen,
   - die Ergänzungsleistungen beziehen,
   - die sich in einer Schuldensanierung befinden. 

Es werden keine Lebensmittel gratis abgegeben. Kundinnen und Kunden sollen keine Almosen erhalten und somit Eigenverantwortung übernehmen. Die Karte ist persönlich und muss jährlich erneuert werden.

Weitere Auskünfte:

Rolf Maurer, Geschäftsleiter der Genossenschaft Caritas-Markt, Tel.
079 340 56 00;
E-Mail r.maurer@caritas-markt.ch



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