Caritas Schweiz / Caritas Suisse

Nichtregierungsorganisationen appellieren an Londoner Geberkonferenz
Angriffe auf syrische Schulen und Krankenhäuser unverzüglich beenden

Syrian refugees in Lebanon - Sam Tarling. Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100000088 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Caritas Schweiz / Caritas Suisse/Sam Tarling"

Luzern (ots) - Die Situation für die Zivilbevölkerung im Syrienkonflikt ist katastrophal. Eine weltweite Allianz von Nichtregierungsorganisationen, darunter auch die Caritas, wendet sich in einem dringenden Appell an die internationale Geberkonferenz, die am Donnerstag 4. Februar in London stattfindet. Sie fordert die an der Konferenz beteiligten Staaten auf, ihre Verantwortung gegenüber den syrischen Kriegsopfern wahrzunehmen und die notwendigen Hilfsprogramme nicht an fehlender Finanzierung scheitern zu lassen.

Die Nichtregierungsorganisationen weisen darauf hin, dass die Menschenrechte in Syrien nach wie vor mit Füssen getreten werden, während die Bereitschaft der internationalen Gemeinschaft zur Finanzierung der Hilfsprogramme abnimmt. Die unterzeichnenden Organisationen fordern die Konferenz nachdrücklich dazu auf, sich für die Einhaltung des internationalen Völkerrechts stark zu machen und die nötigen finanziellen Mittel für die humanitäre Hilfe bereitzustellen.

Im Einzelnen erheben die Hilfsorganisationen folgende Forderungen zuhanden der internationalen Geberkonferenz:

- Angriffe auf Zivilisten und zivile Einrichtungen wie 
  Krankenhäuser und Schulen müssen unverzüglich beendet werden; 
  humanitäre Organisationen sollen ungehinderten Zugang zu allen 
  Hilfsbedürftigen innerhalb Syriens erhalten. 
- Es braucht eine substanzielle, den wirklichen Bedarf deckende und 
  langfristige ausgerichtete Finanzierung der internationalen
  Staatengemeinschaft für die humanitären Hilfsprogramme von
  UNO-Organisationen wie auch von Nichtregierungsorganisationen. Über
  die Nothilfe hinaus müssen Programme geschaffen werden, die sowohl
  den syrischen Flüchtlingen als auch der einheimische Bevölkerung in
  den Nachbarländern Syriens einen verbesserten Zugang zu Arbeit und
  Einkommen verschaffen. 
- Innerhalb eines Jahres soll sichergestellt sein, dass sämtliche vom
  Konflikt betroffenen Kinder und Jugendlichen in Syrien und in
  dessen Nachbarstaaten zur Schule gehen können. 
- Der Schutz für syrische Flüchtlinge dank sicheren
  Einreisemöglichkeiten in Nachbarländer und in Aufnahmestaaten über
  die Region hinaus muss verbessert werden. 
- Die Geberländer sollen sich für eine Intensivierung des 
  Friedensprozesses unter Einbezug der syrischen Zivilgesellschaft
  einsetzen. 

Norwegen, Grossbritannien, Deutschland, Kuwait und die UNO sind die gemeinsamen Gastgeber der internationalen Geberkonferenz, die am 4. Februar 2016 in London stattfinden wird. Ziel ist, neben finanziellen Hilfszusagen auch auf politischer Ebene Zukunftsperspektiven für die Kriegsopfer in der Nahostregion zu schaffen.

Das Dokument «Supporting Syria and the Region» kann unter folgendem Link im englischen Wortlaut aufgerufen werden: www.caritas.ch/syrien-cso

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