Caritas Schweiz / Caritas Suisse

Vergünstigte Angebote für armutsbetroffene Menschen ausgebaut
Caritas-Märkte mit 6 Prozent mehr Umsatz (BILD)

Vergünstigte Angebote für armutsbetroffene Menschen ausgebaut. Caritas-Märkte mit 6 Prozent mehr Umsatz. Foto: Stefano Iori. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.ch/pm/100000088 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "OTS.Bild/Caritas Schweiz / Caritas ...

Luzern (ots) - Der Caritas-Markt bietet armutsbetroffenen Menschen vergünstigt Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs an. Das Angebot ist sehr gefragt: Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz des Caritas-Marktes in den 23 Läden der Deutsch- und Westschweiz um 6 Prozent an und liegt nun bei 10,6 Millionen Franken. In Zürich ist die Nachfrage so gross, dass im Juni ein zweiter Caritas-Markt eröffnet wird.

Das Angebot des Caritas-Marktes können Armutsbetroffene nutzen, die vom Sozialamt oder der Sozialberatung der Caritas eine Einkaufskarte ausgestellt erhalten. Der wachsende Umsatz der Caritas-Märkte zeigt auf, dass das Angebot bekannter wird und mehr Menschen erreicht. Er ist aber auch ein Hinweis darauf, dass die finanzielle Not bei 600 000 Armutsbetroffenen in der Schweiz angesichts von Sparbestrebungen bei der Sozialhilfe und anderen öffentlichen Bereichen empfindlich spürbar ist.

Wichtig ist, dass der Caritas-Markt für die Menschen, die von dieser Einkaufsmöglichkeit profitieren, gut erreichbar ist. In Zürich wird daher im Juni ein zweiter Laden eröffnet. Die Caritas Basel ist ab Mai zusätzlich mit einem mobilen Caritas-Markt in der Umgebung der Stadt präsent. Bis 2020 will die Caritas im Rahmen ihrer Aktion "Armut halbieren" die Zahl der Caritas-Märkte auf 30 erhöhen und damit noch stärker zur Entlastung der Budgets von armutsbetroffenen Menschen beitragen.

Günstig und gesund

Mit dem stark vergünstigten Angebot von Früchten und Gemüse leistet der Caritas-Markt einen gezielten Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit in der Schweiz. Das Angebot stösst auf grossen Anklang: Der Umsatz von Früchten und Gemüse ist im Jahr 2013 erneut um 20 Prozent gestiegen. Ermöglicht wird dies unter anderem durch die SV-Stiftung. Sie steuert einen namhaften Betrag bei, damit das Gemüse- und Früchteangebot in den Caritas-Märkten verbilligt werden kann.

Erfolg Dank Kooperation mit der Wirtschaft

Der Erfolg des Caritas-Marktes beruht auf der Kooperation mit Lieferanten und Sponsoren aus der Wirtschaft. Zu den inzwischen über 500 Lieferanten zählen Grossverteiler wie Coop, Migros, Denner, Manor und Spar sowie unter anderem Produzenten wie Lindt und Sprüngli, Nestlé oder Coca Cola. Sie stellen dem Caritas-Markt einwandfreie Produkte kostenlos oder zu einem Vorzugspreis zur Verfügung.

Caritas-Märkte gibt es in in der Deutschschweiz in Baar, Baden, Basel, Bern, Biel, Chur, Luzern, Olten, Sursee, St. Gallen, Thun, Wil, Winterthur und Zürich sowie in der Westschweiz in Genf, La Chaux-de-Fonds, Lausanne, Morges, Neuchâtel, Renens, Vevey und Yverdon.

Wer kann im Caritas-Markt einkaufen?

Für den Einkauf im Caritas-Markt braucht es eine Einkaufskarte. Sie wird von öffentlichen Sozialämtern, kirchlichen und privaten Sozialinstitutionen sowie den Regionalen Caritas-Organisationen ausgestellt. Zum Einkauf berechtigt sind finanziell benachteiligte Menschen,

   - die am oder unter dem Existenzminimum leben,
   - die Sozialhilfe beziehen,
   - die Ergänzungsleistungen beziehen,
   - die sich in einer Schuldensanierung befinden. 

Es werden keine Lebensmittel gratis abgegeben. Kundinnen und Kunden sollen keine Almosen erhalten und somit Eigenverantwortung übernehmen. Die Karte ist persönlich und muss jährlich erneuert werden.

www.caritas-markt.ch

Kontakt:

Weitere Auskünfte:
Rolf Maurer, Geschäftsleiter der Genossenschaft Caritas-Markt,
Tel. 079 340 56 00;
E-Mail r.maurer@caritas-markt.ch



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