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Der Kampf gegen die Armut geht weiter: Im Januarloch - das ganze Jahr

Der Kampf gegen die Armut geht weiter: Im Januarloch - das ganze Jahr
Die KulturLegi der Caritas macht es möglich, dass Menschen auch mit wenig Geld am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen können. Bild: Caritas

Luzern (ots) - Armutsbetroffene kennen kein Januarloch - weil sie das ganze Jahr drinstecken. In der Schweiz gibt es gegen 600'000 Betroffene; rund eine Million Menschen lebt zudem in ständiger Gefahr, in die Armut abzurutschen. Caritas versucht mit gezielten Angeboten, die Situation der Betroffenen zu verbessern.

Hunger und Obdachlosigkeit bleiben den meisten Armutsbetroffenen in der Schweiz zum Glück erspart. Doch die knappen Finanzen zeigen sich bei der Wohnsituation, der Gesundheit, der stark eingeschränkten gesellschaftlichen Teilhabe und den fehlenden Perspektiven. Dazu kommen Scham- und Schuldgefühle, da Armut in unserer Leistungsgesellschaft als selbstverschuldet gilt.

Es kann jeden treffen

Die Armutsquote liegt in der Schweiz bei 7,6% - konkret sind das 582'000 Menschen, die derzeit unter der Armutsgrenze leben, 130'000 davon trotz Erwerbsarbeit. Sie können ihre eigene Existenz nicht sichern und haben kaum Möglichkeiten, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Betroffen sind vor allem Familien, Alleinerziehende und Working Poor. Ein Unfall, der Verlust der Arbeitsstelle oder eine Scheidung können auch Menschen, denen es vorher finanziell gut ging, in die Armut treiben. Ebenfalls kritisch sind Übergänge im Leben, beispielsweise der Schuleinstieg oder der Wechsel von der Lehre zur ersten Arbeitsstelle.

Hilfe zur Selbsthilfe

Um die Lage der Betroffenen verbessern zu können, hilft Caritas auf unterschiedliche Arten. Ein zentrales Anliegen ist die Hilfe zur Selbsthilfe, zum Beispiel mittels Beratung. Weitere Angebote sind beispielsweise der Caritas-Markt und die KulturLegi, die den Zugang zu Lebensmitteln bzw. zu Kultur-, Bildungs- und weiteren Freizeitangeboten wesentlich vergünstigen. Das Projekt «mit mir» schenkt Kindern aus schwierigen Verhältnissen Aufmerksamkeit und unbeschwerte, anregende Zeit, welche sie mit freiwilligen Gotten und Göttis verbringen.

Angebote der Caritas

Die regionalen Caritas-Organisationen sind wichtige Anlaufstellen für Sozial- und Schuldenberatung. Sie bietet fachkompetente Beratung und Begleitung. Betroffene werden zudem mit weiteren Angeboten unterstützt. Über die Angebote in den Regionen informieren die jeweiligen Websites (Übersicht Regionalstellen: http://www.caritas.ch/de/wer-wir-sind/organisation/caritas-regional/).

Caritas-Markt - auch ein Begegnungsort

Für Menschen in finanzieller Not gibt es die Caritas-Märkte mit vergünstigten Grundnahrungsmitteln, Frischprodukten und Hygieneartikeln. Die Caritas-Märkte sind aber mehr als nur Einkaufsorte. Menschen, die dort einkaufen, treffen andere, denen es ähnlich ergeht. Sie können sich austauschen und gegenseitig beraten. Zudem leisten die Caritas-Märkte einen Beitrag zu gesunder Ernährung. www.caritas-markt.ch

«mit mir» statt alleine

In armutsbetroffenen Familien sind besonders Kinder die Benachteiligten. Im Projekt «mit mir» stellen sich Freiwillige als Paten oder Patinnen für Kinder aus belasteten Familien zur Verfügung und unternehmen anregende und unterhaltsame Dinge mit den Kindern. So ganz nebenbei lernen die Kinder dabei Vieles und haben auch ausserhalb ihrer Familie einen Menschen, auf den sie sich verlassen können. www.mitmir.ch

KulturLegi - Teilnahme am kulturellen Leben Die KulturLegi macht es möglich, dass Menschen auch mit wenig Geld am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen können. Das verhindert Vereinsamung, ein Wiedereinstieg ins Berufsleben kann leichter fallen, Kinder werden gestärkt und die Solidarität gefördert. www.kulturlegi.ch

Mit einem umfassenden Angebot schafft Caritas Möglichkeiten entlang des gesamten Lebenslaufs. Vom Patenschaftsprojekt «mit mir» für Kinder über das Elternbildungsprojekt schulstart+ bis zur KulturLegi und vielen anderen sozialen Projekten. Weitere Informationen finden Sie unter www.gegen-armut.ch

Kontakt:

Hinweis an die Redaktionen:
Bilder zum Thema finden Sie unter www.gegen-armut.ch/medien. Bei
Fragen gibt Daniel Wirz, Fachstelle Kommunikation im Caritas-Netz
Deutschschweiz, gerne Auskunft: Tel. 044 366 68 15,
d.wirz@caritas-zuerich.ch.



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