Caritas Schweiz / Caritas Suisse

Neues Positiosnpapier der Caritas Schweiz zur Situation im Sahel
Armut verhindert die nötige Anpassung an den Klimawandel (BILD)

Rund 16 Millionen Menschen waren 2012 im Sahel von der Dürre betroffen./ Weiterer Text ueber ots und auf http://www.presseportal.ch. Die Verwendung dieses Bildes ist fuer redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung unter Quellenangabe: "OTS.Bild/Caritas Schweiz / Caritas Suisse"

Luzern (ots) - Ohne die Überwindung von extremer Armut ist eine Anpassung an den Klimawandel nicht möglich. Dies schreibt Caritas Schweiz in einem neuen Positionspapier, das sich besonders mit den Ländern des Sahels befasst. Diese gehören nicht nur zu den ärmsten Ländern der Welt. Sie sind auch den Folgen des Klimawandels, die sich im kürzlich erschienenen Fünften Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC bestätigen, besonders stark ausgesetzt.

Die Bevölkerung des Sahels ist regelmässig von humanitären Krisen betroffen. So litten 2012 mehr als 10 Millionen Menschen im westlichen Sahel unter einer Hungersnot. Solche fatalen Folgen sind nicht alleine mit der klimawandelbedingten Zunahme von Dürren und Überschwemmungen zu erklären. Die Klimaerwärmung führt besonders dann zu verheerenden humanitären Notlagen, wenn starke Wetterereignisse eine Bevölkerung treffen, welche unter extremer Armut leidet und sich daher nicht an die Veränderungen anpassen kann. Ohne wirkungsvolle Armutsbekämpfung wird es den Gesellschaften im Sahel nicht gelingen, den Folgen des Klimawandels erfolgversprechend zu begegnen. Armut verhindert eine bessere Vorsorge: Es fehlt an Vorratshaltung und landwirtschaftlichem Management, an Beschäftigung und Geld, um Lebensmittel in Krisenzeiten zu kaufen.

Deshalb ist die Überwindung von Armut der erste und wichtigste Schritt, den Folgen des Klimawandels in dieser Region erfolgreich zu begegnen. Viele Sahelländer verfügen über erhebliche Ressourcen, doch fruchtbares Land wird an internationale Investoren für exportorientierte Agroindustrie vergeben, Einkommen aus der Ausbeutung von Rohstoffen wie Erdöl fliessen in die Taschen weniger, politische Konflikte verhindern eine Verbesserung der Lebensumstände der Zivilbevölkerung.

Dennoch gibt es auf lokaler Ebene erfolgversprechende Initiativen, die Ernährungssicherheit und Armutsreduktion wirkungsvoll anzugehen und sich gleichzeitig den klimabedingten Veränderungen anzupassen. Caritas Schweiz zeigt in ihrem neuen Positionspapier auf, welche Aktivitäten sie in dieser Hinsicht in enger Zusammenarbeit mit der betroffenen Bevölkerung entfaltet. Caritas benennt zudem relevante Handlungsfelder für Staaten und die Zivilgesellschaft, um den strukturellen Ursachen der humanitären Krisen nach Dürren und Überschwemmungen zu begegnen.

Das Positionspapier "Armut verhindert Anpassung an den Klimawandel" steht unter www.caritas.ch/positionspapiere zum Download bereit.

Kontakt:

Geert van Dok
Fachstelle Entwicklungspolitik, Caritas Schweiz
Tel. 041 419 23 95
E-Mail gvandok@caritas.ch


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