Caritas Schweiz / Caritas Suisse

Umsatz des Caritas-Markts 2010 schweizweit auf 8 Millionen Franken angewachsen
Der zwanzigste Caritas-Markt für Armutsbetroffene eröffnet

    Luzern (ots) - Caritas weitet ihr Angebot mit vergünstigten Einkaufsmöglichkeiten für Armutsbetroffene aus. In Baar (Kanton Zug) wird heute der 20. Caritas-Markt eröffnet. Das Angebot des Caritas-Markts in der ganzen Schweiz stösst auf eine grosse Nachfrage: Im Jahr 2010 ist der Umsatz um 10 Prozent auf 8 Millionen Franken angestiegen. Eine deutlich Steigerung gab es insbesondere beim Gemüse.

    Armut und finanzielle Notlagen gibt es auch im reichen Kanton Zug. Der neue Caritas-Markt ist im Bahnhofsgebäude von Baar untergebracht. Damit ist eine gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr und die Vernetzung mit wichtigen sozialen Diensten sichergestellt. Ab dem 1. Februar steht den Kundinnen und Kunden, die über eine Einkaufskarte verfügen, ein breites und qualitativ gutes Warenangebot zu günstigen Preisen zur Verfügung. Der Verkauf wird von Freiwilligen der katholischen und der reformierten Kirche des Kantons Zug gewährleistet. Die Freiwilligengruppe wird von einer Fachperson der Caritas Luzern angeleitet und geführt.

    20 Läden und 8 Millionen Umsatz

    Mit dem neuen Laden in Baar erreicht der Caritas-Markt schweizweit die Zahl von 20 Einkaufsläden für Armutsbetroffene. Zudem ist eine Frequenzsteigerung in den bestehenden Märkten festzustellen. Mit einem Jahresumsatz von 8 Millionen Franken erreichte der Caritas-Markt 2010 einen neuen Höchststand. Das Vorjahres-Rekordergebnis wurde um 800'000 Franken übertroffen. "Wir stellen fest, dass zunehmend mehr Menschen auf unser vergünstigtes Angebot angewiesen sind. Für uns ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Armut in der Schweiz ein gravierendes Problem ist", sagt Rolf Maurer, Geschäftsleiter der Genossenschaft Caritas-Markt. Bis ins Jahr 2020 will Caritas die Zahl der Caritas-Märkte von ursprünglich 15 auf 30 erweitern. Dies ist eines der Ziele, die sich Caritas im Rahmen ihrer vor einem Jahr gestarten Kampagne "Armut halbieren" gesetzt hat.

    Grosse Nachfrage bei gesunden Produkten

    Stark angestiegen ist insbesondere der Umsatz bei Obst und Gemüse. Dies ist ein Erfolg des Projekts "Caritas-Markt - gesund!", das Caritas und Gesundheitsförderung Schweiz im Spemteber 2010 lancierten. "Heute verkaufen wir in den Caritas-Märkten dreimal soviel Obst und Gemüse wie zuvor", bilanziert Rolf Maurer. Das zeigt: Armutsbetroffene wollen sich gesund ernähren, und sie tun dies tatsächlich, wenn Preis, Sortiment und Umfeld stimmen. Das Angebot von "Caritas-Markt - gesund" gibt es auch im neuen Caritas-Markt in Baar.

    Über 300 Lieferanten

    Finanziell benachteiligte Personen werden im Caritas-Markt als vollwertige Kunden behandelt. Sie können mit einer Einkaufskarte Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs zu stark ermässigten Preisen einkaufen. Dies entlastet ihr stark eingeschränktes Budget merklich. Ein grosser Teil des Sortiments in den Caritas-Märkten stammt aus Überproduktionen, Fehllieferungen, schadhaften Serien und Liquidationen von über 300 Lieferanten, darunter Konzerne wie Coop, Migros und Denner. Einige Basisprodukte wie Mehl, Öl, Reis oder Teigwaren muss der Caritas-Markt zu handelsüblichen Preisen einkaufen. Den Kundinnen und Kunden gibt er sie unter dem Einstandspreis ab. Zur Deckung dieser Kosten können Sponsoren sogenannte Produktpatenschaften übernehmen.

    Die Genossenschaft Caritas-Markt beliefert alle Läden in der ganzen Schweiz. Sie beschafft und verteilt den Grossteil der Waren. In Rothenburg (LU) führt sie ein modernes Zwischenlager.

    Bilder können von www.caritas.ch/aktuell (Bilder) heruntergeladen werden.

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Kontakt:
Rolf Maurer, Geschäftsleiter der Genossenschaft Caritas-Markt
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Urs Odermatt, Mediensprecher Caritas Luzern
Tel.:        +41/41/368'52'66
Mobile:    +41/79/440'56'28

Ulrike Seifart, Abteilung Information der Caritas Schweiz
Mobile:    +41/78/817'78'40
Internet: www.caritas-markt.ch



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