Caritas Schweiz / Caritas Suisse

Bund bestätigt Schätzungen der Caritas
Acht bis 14 Prozent der Bevölkerung sind durch Armut gefährdet

    Luzern (ots) - Das Bundesamt für Statistik hat soeben eine Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen in der Schweiz publiziert. Danach sind - je nach Berechnungsmethode - 8 bis 14 Prozent der Schweizer Bevölkerung durch Armut gefährdet. Das Bundesamt für Statistiken bestätigt Schätzungen der Caritas wonach jede zehnte Person in einem armen Haushalt lebt.

    Die Quote der Armutsgefährdung in der Schweiz beträgt acht Prozent, wenn die Berechnungsmethode der OECD zugrunde gelegt wird. Diese bezeichnet Personen als arm oder armutsgefährdet, wenn deren Einkommen weniger als 50 Prozent des Schweizer Medianeinkommens von 47 840 Franken beträgt. Bei der Berechnungsmethode der Europäischen Union, aufgrund derer 14,6 Prozent der Bevölkerung von Armut gefährdet sind, liegt die Armutsschwelle bei 60 Prozent des Schweizer Medianeinkommens.

    Die Untersuchungen des Bundesamtes für Statistik  stellen eine wichtige Ergänzung zu den Schätzungen von Caritas Schweiz dar, wonach jede zehnte Person in einem armen Haushalt lebt, der sich mit einem Erwerbseinkommen unterhalb der Armutsgrenze begnügen muss. Sie belegen auch, dass Armut und Armutsbedrohung eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung darstellen. Vor allem aber zeigen sie, wie wichtig eine Politik zur Verhinderung und Bekämpfung von Armut in der Schweiz ist.

    Das von Caritas formulierte Ziel, dass die Zahl der Armen in der Schweiz in den kommenden zehn Jahren halbiert werden muss, ist dringlicher denn je. So sieht es auch die nationale Armutskonferenz, die der Bund im November dieses Jahres durchgeführt hat.

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