Caritas Schweiz / Caritas Suisse

Caritas Schweiz: Eidg. Abstimmung vom 29. Nobember - Export von Waffen ist immer problematisch

    Luzern (ots) - Caritas Schweiz unterstützt die Volksinitiative für ein Verbot von "Kriegsmaterial-Exporten". Sie macht für ihr Ja sozialethische Kriterien, aber auch entwicklungs- und aussenpolitische Gründe geltend.

    Als christliches Hilfswerk weiss sich die Caritas der kirchlichen Soziallehre verpflichtet. In deren Zentrum steht eine eigentliche Friedensethik. Frieden ist primär nicht durch Waffen herzustellen und zu bewahren. Er ist vielmehr die Frucht sozialer Gerechtigkeit. Deshalb sind möglichst alle zur Verfügung stehenden Ressourcen für die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse und die gesellschaftliche Entwicklung zu mobilisieren. Aus der Sicht der kirchlichen Sozialverkündigung ist der Export von Waffen immer problematisch.

    Sodann setzt sich die Caritas dafür ein, dass die Schweiz ihr entwicklungspolitisches Leitbild ernst nimmt. Der Widerspruch zwischen den entwicklungspolitischen Grundsätzen der Schweiz und ihrem Export von Gütern, die für Kriegszwecke eingesetzt werden können, ist offensichtlich. Auf der einen Seite leisten Schweizer Hilfswerke in Afrika, Asien und Lateinamerika moralisch gebotene und unverzichtbare Überlebenshilfe an Flüchtlingen und Vertriebenen. Auf der anderen Seite lässt die Schweiz mit der Lieferung von Kriegsmaterial zu, dass undemokratische Regimes oder Diktaturen die Zahl der Flüchtlinge ständig vergrössert.

    Die Caritas ist der Auffassung, dass dieser Widerspruch ein Ende haben muss. Die aussenpolitischen und entwicklungspolitischen Zielsetzungen der Schweiz dürfen bei Exporten von Kriegsmaterial nicht ausser Kraft gesetzt werden.

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