Caritas Schweiz / Caritas Suisse

Zum Besuch des indischen Staatspräsidenten Abdul Kalam

Hilfswerke fordern sozial- und umweltverträgliche Investitionen Luzern (ots) - Am 27. und 28. April weilt der indische Staatspräsident Abdul Kalam auf Einladung des Bundesrates in der Schweiz. Indien gilt in Wirtschaft und Politik zusehends als aufstrebender Tigerstaat oder als eine neue regionale Grossmacht in Asien. Die Hilfswerke Swissaid, Fastenopfer, Caritas und Heks kritisieren diese einseitige Optik. Sie weisen auf die Tatsache hin, dass in Indien nach wie vor 50 Prozent der Bevölkerung unterernährt sind. Wie die Hilfswerke in ihrer Erklärung schreiben, gebe es neben Wachstumsregionen quer durch den indischen Subkontinent einen eigentlichen Armutsgürtel, der durch Nullwachstum oder sogar Regression gekennzeichnet sei. Wachsende Ungleichheiten würden aber nicht nur zwischen den verschiedenen Regionen und Bundesstaaten bestehen, sondern auch innerhalb der Wirtschaftssektoren: "Der Industrie- und Dienstleistungssektor wächst. Wohingegen die Landwirtschaft, die das Rückgrat der Gesellschaft bildet und nach wie vor die meisten Beschäftigten zählt, weiterhin unter schlechten Rahmenbedingungen leidet. Am stärksten von der ungleichen Entwicklung seien indes einzelne benachteiligte Bevölkerungsgruppen betroffen. Dies treffe insbesondere auf die Frauen, die Urbevölkerung (die Adivasi), die Unberührbaren (Dalits) und religiöse Minderheiten zu. Die vier Hilfswerke würden seit Jahren deren wirtschaftliche, soziale und rechtliche Besserstellung ins Zentrum stellen. Auch Schweizer Wirtschaft und Politik sollten in Indien vermehrt die am meisten benachteiligten sozialen Gruppen ins Auge fassen. So sollten Investitionen sozial- und umweltverträglich sein: "Lokal angepasste Technologien und die Unterstützung von lokalem Wissen erweisen sich für arme Bevölkerungsschichten als viel wirkungsvoller als die Förderung von viel versprechender teurer Technologie, die arme Kleinbauern und -bäuerinnen in den finanziellen Ruin treiben". Hinweis an die Redaktionen Swissaid, Fastenopfer, Heks und Caritas haben ein Hintergrundpapier erarbeitet, das einige zentrale Probleme der indischen Gesellschaft benennt. Dieses kann auf der Homepage von Swissaid herunter geladen werden (www.swissaid.ch, aktuell, Presse). Für Hintergrundgespräche oder Interviews stellen wir Ihnen gerne Ansprechpartner/innen zur Verfügung. ots Originaltext: Caritas Schweiz Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Caroline Morel Geschäftsleiterin SWISSAID Tel. +41/(0)31/350'53'50 E-Mail: c.morel@swissaid.ch; Antonio Hautle Direktor Fastenopfer Tel. +41/(0)41/210'76'55 E-Mail: hautle@fastenopfer.ch; Jürg Krummenacher Direktor Caritas Schweiz Tel. +41/(0)41/419'22'19 E-Mail: jkrummenacher@caritas.ch; Franz Schüle Zentralsekretär HEKS Tel. +41/(0)1/361'77'14 E-Mail: schuele@heks.ch

Weitere Meldungen: Caritas Schweiz / Caritas Suisse

Das könnte Sie auch interessieren: