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Schweiz driftet sozial auseinander - Der Sozialalmanach 2004 der Caritas Schweiz ist erschienen

    Luzern (ots) - Mit dem "Sozialalmanach 2004" legt Caritas Schweiz bereits zum sechsten Mal eine fundierte Analyse zur sozialen Situation in der Schweiz vor. Das Jahrbuch zeigt auf, wer von Armut und Ausgrenzung betroffen ist und was die Sozialpolitik unternehmen muss, um den sozialen Zusammenhalt und den Generationenvertrag zu sichern.

    In der Schweiz ist die soziale Sicherheit für eine wachsende Zahl von Menschen in Frage gestellt. Dieses Fazit zieht Carlo Knöpfel, Leiter des Bereichs Grundlagen der Caritas Schweiz, in seinem "Bericht über die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der Schweiz" im ersten Teil des Sozialalmanachs 2004. Bis weit in die Mittelschicht hinein sinken die verfügbaren Einkommen, stellt der Caritas-Ökonom in seinem sechsten, in jährlicher Fortsetzung erscheinenden Report fest. Zum einen stagnieren die Löhne, zum anderen wird die soziale Sicherung in der Altersvorsorge und im Gesundheitsbereich immer teurer. "Es lassen sich deutlich mehr Anzeichen finden, die dafür sprechen, dass die schweizerische Gesellschaft auseinander driftet. Die Auseinandersetzungen in Politik und Wirtschaft werden härter und konfliktiver geführt", schreibt Knöpfel. Auch wenn im Zeichen wirtschaftlicher Globalisierung, sozialer Individualisierung und demografischer Alterung vieles anders als bisher gemacht werden muss, ist für Knöpfel klar: Die Gesellschaft Schweiz ist auf eine funktionierende Sozialpartnerschaft und auf einen breit abgestützten Generationenvertrag angewiesen.

    Hält der Generationenvertrag?

    In unserer Gesellschaft gibt es im Verhältnis zu den jüngeren Generationen immer mehr alte Menschen. Das macht Angst und sorgt in der Politik für heisse Köpfe. Der Schwerpunktteil des Sozialalmanachs befasst sich mit dieser "demografischen Herausforderung". Wie sieht unsere Gesellschaft in der Zukunft aus? Wie verändert sich das Leben der älteren Generation? Sind die Sozialwerke gefährdet? Hält der Generationenvertrag? Soll unsere Gesellschaft durch Immigration verjüngt werden? Zehn Autorinnen und Autoren, darunter Hans Ruh und François Höpflinger, gehen diesen für den sozialen Zusammenhalt wichtigen Fragen nach.

    Der Sozialalmanach erscheint auf Jahresbeginn 2004 bereits zum sechsten Mal und richtet sich in einer verständlichen Sprache an ein breites Publikum. Caritas Schweiz leistet damit einen Beitrag zur Verbesserung der mangelhaften Sozialberichterstattung in der Schweiz. Um Not gezielt vorbeugen und lindern zu können, sind nicht nur Hilfswerke wie die Caritas, sondern alle sozialpolitischen Akteure darauf angewiesen, die Ursachen der Armut zu kennen.

    Sozialalmanach 2004: Die demografische Herausforderung,     Caritas-Verlag, Luzern 2003, 256 Seiten, mit 38 Grafiken und     Tabellen, 34 Franken

    Bezug: Caritas Schweiz, Bereich Kommunikation, Löwenstrasse 3,     6002 Luzern, Tel 041 419 22 22, E-Mail info@caritas.ch oder im     Buchhandel

ots Originaltext: Caritas Schweiz
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Caritas Schweiz
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Tel +41/41/419'22'71

Carlo Knöpfel
Autor des Jahresrückblicks
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