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Caritas: 100'000 Franken für Nothilfe im Irak

Luzern (ots) - Die humanitäre Situation im Irak ist dramatisch. Daher hat Caritas Schweiz 100'000 Franken für die Nothilfe gesprochen. Ein Militärschlag würde eine Flüchtlingswelle auslösen und die durch die Sanktionen geschwächte Bevölkerung in noch grössere Not treiben. Caritas Schweiz spricht sich daher klar gegen einen Krieg aus. Caritas Schweiz hat 100'000 Franken Nothilfe im Irak bereit gestellt, um 40 Gesundheitszentren und Kleinspitäler als Erste-Hilfe-Stellen auszurüsten. Medizinisches Material wie Verbandsstoffe, Spritzen oder Infusionen werden angeschafft und auch Decken, Wassertanks und -reinigungsfilter stehen bereit. Diese werden dringend benötigt, denn wegen der scharfen Sanktionen herrscht im Gesundheitsbereich grosser Mangel. Die Waren stehen aber auch im Kriegsfall für die Not- und Überlebenshilfe der Zivilbevölkerung zur Verfügung. Durch das totale Handelsembargo ist die Versorgungslage im Land erschreckend. Es herrscht nicht nur im medizinischen Sektor Mangel, sondern es fehlt an Lebensmitteln und sauberem Wasser. Ein Drittel aller Kinder unter fünf Jahre sind mangel- oder unterernährt. Jede zweite schwangere Frau leidet unter Blutarmut. Daher betreut Caritas seit Jahren unterernährte Kinder und ihre Mütter im so genannten "well baby-Programm". Da auch die Wasserversorgung in den letzten Jahren bedrohlich nachgelassen hat, unterhält Caritas im Irak verschiedene Wasseraufbereitungsanlagen. Insgesamt leistete Caritas Schweiz seit 1991 - mit Unterstützung durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), die Glückskette und andere Partner -- im Irak und Kurdistan über 47 Millionen Franken Nothilfe. Eine internationale Caritas-Delegation besuchte kürzlich den Irak, um sich ein Bild von der aktuellen Versorgungslage zu machen. Die Bevölkerung, die durch die Sanktionen geschwächt ist, hat grosse Angst vor einem Krieg. Schon heute sind 14 bis 16 Millionen Menschen völlig abhängig von den Lebensmittelpaketen der UNO. Ein Krieg würde eine riesige Flüchtlingswelle auslösen. Caritas Schweiz spricht sich deshalb klar gegen einen Militärschlag aus. Caritas dankt für Spenden unter Konto 60-7000-4, Vermerk: Irak Hinweis an die Redaktion: Livia Leykauf ist soeben aus dem Irak zurückgekommen und steht für Interviews zur Verfügung. Telefon: 079/237'02'63. Fotomaterial und eine Reportage aus dem Irak finden Sie unter www.caritas.ch (Medien - Mediendossiers - Hilfe im Ausland). ots Originaltext: Caritas Schweiz Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Caritas Schweiz Löwenstrasse 3 Postfach 6002 Luzern Internet: http://www.caritas.ch [ 010 ]

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