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Walforschung im Mittelmeer

Wädenswil (ots) - Seit 1997 setzt sich die ASMS (Arbeitsgruppe zum Schutz der Meeressäuger - Schweiz) mit dem Ziel, einen Beitrag zum verbesserten wissenschaftlichen Verständnis der Waltiere zu leisten, für die Erforschung der Wale und Delfine im Mittelmeer aktiv ein. Die ASMS bietet Interessierten die Möglichkeit, ab Mitte Juni bis Mitte August an einwöchigen Forschungskursen teilzunehmen. Obwohl sich das Mittelmeer praktisch vor unserer Haustür befindet, weiss kaum jemand, dass es auch Lebensraum für zahlreiche Waltiere ist. In den Sommermonaten versammeln sich im Gebiet des korso-liguro-provenzalischen Meeresbecken aufgrund seines ausserordentlichen Nahrungsreichtums zahlreiche marine Lebewesen, insbesondere Finn-, Pottwale und verschiedene Delfinarten. Wegen dieser ökologischen Besonderheit wurde der marine Sektor zwischen Toulon, der südlichen Toscana und dem Norden Sardiniens 1999 durch die Anrainerstaaten Frankreich, Monaco und Italien vertraglich zum Schutzgebiet erklärt. Seit 1997 führt die ASMS ein Walforschungsprojekt innerhalb des Schutzgebietes durch, welches in Form von Wochenkursen organisiert ist und interessierten Personen die Möglichkeit bietet, Wale und Delfine in freier Wildbahn zu begegnen und gleichzeitig zu ihrem Schutz beizutragen. Die KursteilnehmerInnen werden an Bord eines Segelschiffes unter Anleitung von kompetenten ASMS-KursleiterInnen in die Forschungsarbeit einbezogen, welche auf einer standardisierten und international verbreiteten Beobachtungsmethode basiert. Wichtig dabei ist, dass die Methode die Störung der beobachteten Tiere auf ein absolutes Minimum beschränkt. Ein effizienter und nachhaltiger Schutz von Lebewesen und ihrem Lebensraum setzt Kenntnisse über die entsprechenden Arten voraus. Die ASMS Forschungstätigkeit, welche in Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen in Frankreich, Italien und der Schweiz koordiniert wird, beinhaltet die Untersuchung von räumlicher und zeitlicher Häufigkeit, langfristigen Populationsverläufen sowie spezifischem Verhalten einzelner Waltierarten. Auf der Basis solcher wissenschaftlichen Erkenntnisse können bereits bestehende gesetzliche Rahmenbedingungen zum Schutz der Wale und ihrem Lebensraum in ihrer Wirkung überprüft sowie allfällige neue Massnahmen abgeleitet werden. ots Originaltext: ASMS Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: ASMS, Postfach 30 8820 Wädenswil Tel. +41/1/780'66'88 E-Mail: info@asms-swiss.ch Internet www.asms-swiss.ch Für Fragen der Medien: Silvia Frey Dipl. Umweltnaturwissenschafterin ETH ASMS Projektleiterin Walforschung im Mittelmeer Mobile +41/79/742'93'23 [ 003 ]

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