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Nach „Gekos" Tod: Das Conny-Land kurz vor dem aus?

    Wädenswil (ots) - Die ASMS (Arbeitsgruppe zum Schutz der Meeressäuger-Schweiz) ist ĂĽber den Tod des erst 14-jährigen Delfinmännchens „Geko" im Lipperswiler Unterhaltungspark „Conny-Land" bestĂĽrzt. Tröstlich ist bloss, dass er nun keine sinnlosen Runden mehr zu drehen hat. LungenentzĂĽndung, so die vom Conny-Land angegebene Todesursache, ist in der Regel auf ĂĽbermässig chemisch aufbereitetes Wasser zurĂĽckzufĂĽhren. Im aktuellsten Todesfall nun dĂĽrfte auch die mehr als missliche Haltung von „Geko", von „Chicky" und des Delfinbabies „Magic" dazu kommen: trotz klirrender Kälte während der letzten Winterwochen wurden sie offenbar in einem winzigen Aussengehege (fĂĽr Seelöwen) gehalten, also ungeschĂĽtzt unter freiem Himmel!

    Der Tod des Delfinmännchens ist somit direkt auf die schlechte Haltungsbedingung im Conny-Land zurĂĽckzufĂĽhren. Dies mĂĽsste auch die Thurgauer Strafuntersuchungsbehörden interessieren. Braucht es weitere Belege als drei tote Delfine in 18 Monaten, dass Delfine in der Lipperswiler Gefangenschaft nicht art- und tiergerecht gehalten werden können?

    In Bedrängnis kommt, neben der Besitzerfamilie des Amusementparks, auch die Sponsoren- und Trägerschaft der viel gepriesenen im Bau befindlichen „Delfin-Lagune Lipperswil". Denn im April 1999 hat Conny Gasser verkĂĽndet, keine weiteren Delfine mehr zu importieren. „Geko" ist wahrscheinlich das einzige zeugungsfähige Männchen der Anlage gewesen. Somit ist die mittel- und langfristige Zukunft der Delfinhaltung in Lipperswil von der Anzahl gefangener Delfine her sehr ungewiss - eine denkbar schlechte Grundlage fĂĽr seriöse Investoren und Kleinanleger in dieses vollmundig angepriesene Millionenprojekt einer „Lagune" (zu deutsch: „Strandsee").

    Seit Jahren rĂĽttelt die ASMS die Verantwortlichen in- und ausserhalb des Conny-Land und die Ă–ffentlichkeit auf etwa wegen den fehlenden Zucht- und Abtrennbecken und dem nun noch problematischer gewordenen SozialgefĂĽge der „Thurgauer" Delfine. Die hohe Personalfluktuation und die teils mangelhafte Qualifikation der TierbetreuerInnen rĂĽcken das Conny-Land in ein noch dĂĽstereres Bild. Statt dass die Behörden endlich ein Zucht- oder gar Halteverbot verfĂĽgen, oder die Conny-Land-Verantwortlichen eine zeitgemässe Mensch-Tier-Beziehung anstrengen, wird im Conny-Land halsstarrig ein totes Tier nach dem anderen produziert. Die ASMS fordert endlich die Schliessung dieser beklemmenden Delfin-Grabstätte!

ots Originaltext: ASMS
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
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Natel +41'76'393'20'60
Internet: www.flipperswil.ch und www.asms-swiss.ch
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