HEKS - Hilfswerke der Evang. Kirche

Berufsausbildung für jugendliche Sans-Papiers: HEKS begrüsst den Entscheid des Ständerates

    Zürich (ots) - Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) begrüsst es ausserordentlich, dass nun nach dem Nationalrat auch der Ständerat einer Berufsausbildung für jugendliche Sans-Papiers zugestimmt hat. HEKS erwartet nun, dass die Berufsausbildung für Sans-Papiers rasch, unkompliziert und national einheitlich umgesetzt wird.

    Erfreulicherweise fand die Motion von Luc Barthassat heute im Ständerat eine Mehrheit. Das heisst, dass sich endlich für zahlreiche jugendliche Sans-Papiers, die aufgrund ihrer Situation keine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung haben, in beruflicher Hinsicht eine Zukunftsperspektive eröffnet. Die meisten von ihnen haben ihre ganze Schulbildung oder einen grossen Teil davon in der Schweiz absolviert. Bis anhin konnten sie aber nach der obligatorischen Volksschule keine Ausbildung beginnen. Ihnen blieb meist nur noch die Wahl zwischen Schwarzarbeit und "Nichtstun". Sie durften von Gesetzes wegen keine Lehre antreten. Im medialen und politischen Diskurs zum Thema Sans-Papiers standen bisher hauptsächlich erwachsene Personen im Zentrum. Man geht aber davon aus, dass in der Schweiz rund 10'000 Kinder und Jugendliche ohne geregelten Aufenthalt und unter schwierigen Lebensbedingungen leben.

    HEKS führt in verschiedenen Städten Beratungsstellen für Sans-Papiers und setzt sich seit Jahren für diese Menschen in der Schweiz ein. Das Hilfswerk gehört zu den Trägerorganisationen des 2008 gegründeten Vereins «Für die Rechte illegalisierter Kinder». Am Kinderrechtstag 2008 wurde die zweijährige gesamtschweizerische Kampagne «Kein Kind ist illegal» lanciert, welche auf die Situation illegalisierter Kinder und Jugendlicher aufmerksam macht mit dem Ziel, deren Situation zu verbessern.

    HEKS, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, leistet humanitäre Hilfe, bekämpft die Ursachen der Armut und ermöglicht Menschen den Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen wie Wasser, Nahrung und Bildung. HEKS wehrt sich gegen Ausbeutung und hilft Unterdrückten, sich zu organisieren und ihre Rechte einzufordern. Das Ziel ist ein selbstbestimmtes Leben in Würde für alle Menschen, unabhängig welcher Volksgruppe oder Religion sie angehören. HEKS arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen in über 45 Ländern der Welt. Sie kümmern sich um Benachteiligte in ihrem Land unabhängig von deren Kultur, Religion oder Konfession. In der Schweiz setzt sich HEKS anwaltschaftlich für Flüchtlinge ein und ist in Beratungs- und Integrationsprojekten für MigrantInnen und sozial benachteiligte SchweizerInnen aktiv. Spendenkonto: PC 80-1115-1

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